Steam: Nutzer können ihre Hardware an Reviews anhängen
Wer Reviews auf Steam schreibt, kann nun auch seine Hardware-Spezifikationen anhängen. Das soll helfen, Nutzer-Tests aussagekräftiger zu machen.
(Bild: Casimiro PT/Shutterstock.com)
Valve arbeitet seit einigen Jahren daran, die Nutzer-Reviews auf Steam nützlicher zu machen. Nun könnten die Testberichte anderer Spieler technisch aussagekräftiger werden: User bekommen die Möglichkeit, in ihren Reviews ihre Hardware-Spezifikationen anzuhängen.
Dazu muss man beim Posten eines Reviews schlicht auf das Kontrollkästchen „Attach PC Specs to this review“ klicken. Macht man das zum ersten Mal, öffnet sich ein neues Fenster, in dem man seine PC-Konfiguration bestätigen soll. Die Erfassung erfolgt aber automatisch und kann nicht geändert werden. Spielt man auf mehreren Systemen, können mehrere Konfigurationen gesichert werden. Das Feature befindet sich noch in der Beta-Phase. Um es zu nutzen, braucht man den Beta-Client von Steam.
CPU, GPU und Betriebssystem
Performance-Probleme und Abstürze gehören zu den häufigsten Beschwerden über PC-Spiele auf Steam. Stellt ein sich darüber beschwerender Nutzer seine PC-Informationen bereit, gibt das Lesern des Reviews wichtigen Kontext: Liegen die Specs des Rezensenten schlicht unter den Mindestvoraussetzungen? Oder spielt er sogar auf einem High-End-System?
(Bild: heise medien)
Steam erfasst die CPU, den Arbeitsspeicher, die Grafikkarte und den verfügbaren VRAM. Informationen zum Speichermedium (SSD oder HDD?) und zur anvisierten Auflösung fehlen in der erfassten Hardware. Immerhin erfasst Valve zusätzlich zur Hardware auch das Betriebssystem. Die Grafikkarte wurde bei einem Testsystem von heise online allerdings fälschlicherweise als die Onboard-Grafik der CPU erkannt – ein Fehler, der sich nicht manuell beheben ließ.
Viele Probleme haben nichts mit der Hardware zu tun
Überhaupt wäre es ein Fehler, Performance-Probleme und Abstürze pauschal auf schwachbrüstige Hardware zu schieben. Schlecht optimierte Spiele wie „Oblivion Remastered“ oder „Borderlands 4“ laufen auf jeder möglichen Konfiguration suboptimal. Selbst eine RTX 5090, die schnellste Grafikkarte auf dem Markt, hat hier trotz ordentlicher Bildrate mit Rucklern zu kämpfen. Auch Spielabstürze haben oft weniger mit der verwendeten Hardware als mit der Software selbst zu tun. Die zusätzlichen Infos können zwar wertvollen Kontext für Rezensionen liefern, ihre Aussagekraft sollte aber nicht überstrapaziert werden.
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Für viele PC-Spieler sind die Nutzer-Reviews bei Steam der erste Anlaufpunkt bei der Recherche nach einem Videospiel. Seit dem vergangenen August werden Review-Scores standardmäßig nur noch aus Rezensionen in der eigenen Sprache berechnet, um etwa kulturelle Unterschiede herauszufiltern.