Pixel 10a: Google legt sein Mittelklasse-Smartphone neu auf
Google legt mit dem Pixel 10a sein Mittelklasse-Smartphone neu auf. Die neue Generation ist mehr Feinschliff als Revolution.
Pixel 10a (mit SchutzhĂĽlle).
(Bild: Google)
Mit dem Pixel 9a hatte Google eine neue, stark reduzierte Designsprache für seine Mittelklasse eingeführt. Diese setzt der Konzern beim Pixel 10a konsequent fort: Das neue Modell soll robuster, der Bildschirmrahmen schmaler und die Rückseite nun komplett flach sein. Größere Änderungen hinsichtlich der Hardwareausstattung im Vergleich zum Pixel 9a muss man mit der Lupe suchen. Immerhin hält Google trotz der Speicherkrise die Preise stabil.
Das neue Modell verfügt wie das Pixel 9a, das in unserem Test keine groben Schwächen gezeigt hatte, über ein 6,3-Zoll-pOLED-Display mit Full-HD-Auflösung von 1080 × 2424 Pixeln und 422 ppi. Es unterstützt ferner eine Bildwiederholrate von 60 bis 120 Hz, ist aber mit bis zu 2000 cd/m² (HDR) und bis zu 3000 cd/m² eine kleine Spur heller als das des 9a, das bis 1800 cd/m² (HDR) und bis zu 2700 cd/m² unterstützt. Im Alltag dürfte das kaum sichtbar sein.
Robuster Feinschliff
Laut Google verfügt das Pixel 10a indes über etwas schmalere Ränder und mit Cornings Gorilla Glass 7i eine höhere Robustheit als das 9a, das nur Gorilla Glass 3 als Schutzschicht für den Bildschirm besitzt. Wie das 9a ist das neue Modell nach IP68 gegen Staub und Wasser geschützt.
Der schlankere Rahmen macht sich bei den Abmessungen bemerkbar: Das Pixel 10a ist mit 153,9 × 73 mm eine Spur schmaler und kürzer als das 9a, das 154,7 × 73,3 mm misst. Das 10a ist indes mit 9 mm minimal dicker als das 9a mit 8,9 mm. Das neue Modell wiegt zudem 183 g und damit 3 g weniger als der Vorgänger (186 g).
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Wieder Tensor G4
Bei Prozessor, Speicher und Akku gibt es auf dem Papier keine Unterschiede zwischen 9a und 10a: Google verbaut weiterhin den Tensor-G4-Chip, der schon im 9a rechnet, flankiert von 8 GByte RAM und 128 respektive 256 GByte Flashspeicher. Gleich groß ist auch der Akku: Allerdings soll der 5100 mAh Energiespeicher 120 Stunden im Extrem-Energiesparmodus aushalten, während das 9a „nur“ bis zu 100 Stunden schafft – hier scheint der Hersteller also softwareseitig optimiert zu haben. Dies dürfte sich indes auch auf das 9a auswirken. Bei der normalen Akkulaufzeit spricht Google bei beiden von mehr als 30 Stunden. Immerhin soll das 10a nun mit 30 Watt laden, das 9a unterstützt nur 23 Watt.
(Bild:Â Google)
Kabelloses Laden ist zwar an Bord, allerdings nur mit bis zu 10 W; das 9a unterstĂĽtzt nur 7,5 W. Das mit dem Pixel 10 eingefĂĽhrte magnetische Pixelsnap unterstĂĽtzt das neue Modell leider nicht. Hier macht Google eine klare Trennung zwischen der Mittel- und Oberklasse.
Kameras wie beim 9a
Während die Rückseite des 10a noch eine Spur flacher als beim 9a sein soll, sind die Kameras auf dem Papier identisch: Die Weitwinkelkamera besitzt einen 48-Megapixel-Sensor, der Ultraweitwinkelsensor hat 13 Megapixel. Die Frontkamera macht Bilder mit bis zu 13 Megapixeln. Pixel-typisch bringen die Kameras allerlei KI-gestützte Funktionen mit – etwa das mit dem Pixel 9 eingeführte „Mich hinzufügen“, bei dem man den Fotografen mit einem zweiten Foto zum Gruppenbild hinzufügen kann. In den Optionen zur Bildbearbeitung finden sich weitere KI-Spielereien wie der „magische Radierer“ oder „Beste Aufnahme“ zum Austauschen von Gesichtern in einem Gruppenfoto, auch die Makrofunktion ist an Bord. Auch die mit dem Pixel 10 eingeführte Funktion „Kamera-Coach“ kann genutzt werden.
Hinsichtlich der Konnektivität unterstützt das 10a Wi-Fi 6E und Bluetooth 6.0. Weiterhin verfügt das Gerät über einen Nano-SIM-Slot sowie eSIM-Unterstützung. Ins Display ist ein optischer Fingerabdrucksensor integriert, über die Frontkamera lässt sich die Gesichtsentsperrung verwenden. Der einzige Kabelanschluss ist ein USB-C-3.2-Port, eine Klinkenbuchse hat das Google Pixel 10a nicht.
Android 16 ab Werk
Das Pixel 10a kommt mit Android 16 und Material 3 Expressive ab Werk und bekommt sieben Jahre lang Updates – also bis 2033. Angesichts dessen, dass das Pixel 9a im Grunde die gleiche Hardware besitzt, könnte es sein, dass Google dem 2025er-Modell irgendwann ein weiteres Jahr schenkt. Auf Nachfrage bei Google wurde das jedoch nicht bestätigt; man sehe 7 Jahre Updates vor. Nicht vergessen darf man jedoch, dass Google dem Pixel 6 und 7 sowie dem Pixel Tablet Jahre nach ihrer Einführung zusätzliche Softwareupdates zugesagt hatte. Als weiteres Smartphone nach dem Pixel 10 unterstützt das 10a auch AirDrop-Support, um Daten mit iPhones oder Macs zu teilen.
Die Vorbestellungen des Pixel 10a sind ab heute offen, ausgeliefert wird es ab dem 5. März. Preislich ist es genauso teuer wie der Vorgänger: Das Modell mit 128 GByte kostet 549 Euro, für die 256‑GByte-Variante verlangt Google 649 Euro. Es wird in den Farben Lavender, Berry, Fog und Obsidian angeboten.
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(afl)