Meta bestellt für dutzende Milliarden US-Dollar Chips bei Nvidia
Nvidia und Meta haben eine Partnerschaft vereinbart, der Facebook-Konzern bekommt GPUs und CPUs verschiedener Generationen für dutzende Milliarden US-Dollar.
(Bild: Konstantin Savusia/Shutterstock.com)
Meta wird in den kommenden Jahren womöglich dutzende Milliarden US-Dollar für Chips von Nvidia ausgeben. Einen entsprechenden Vertrag haben die beiden US-Konzerne jetzt abgeschlossen, kündigten sie gemeinsam an. Beide sprechen von einer „langfristigen Partnerschaft“.
Noch im November hatten Berichte über milliardenschwere Investitionspläne von Meta in KI-Chips von Google die Nvidia-Aktie vorübergehend absacken lassen, bislang gibt es dazu aber keine weiteren Einzelheiten. Laut Nvidia wird Meta „Millionen“ Halbleiter der aktuellen Blackwell- und der kommenden Rubin-Architektur kaufen. Der Gesamtwert des Vertrags wurde nicht öffentlich gemacht, laut Reuters könnten es aber 50 Milliarden US-Dollar sein.
Bekanntmachung kurz vor Vorstellung der Geschäftszahlen
Niemand baue KI-Infrastruktur in einem Umfang auf wie Meta, behauptet der US-Konzern jetzt. Für die eigenen Rechenzentren hat er deshalb jetzt auch in großem Umfang CPUs von Nvidia sowie Ethernet-Switches geordert. Gleichzeitig soll Nvidias Technik dafür sorgen, dass die Leistungsfähigkeit pro Watt deutlich gesteigert wird. Der Stromverbrauch der riesigen Rechenzentren wird in den USA zu einem immer größeren Thema, in den ersten Bundesstaaten gibt es Pläne, die Bautätigkeit einzudämmen. Meta-Chef Mark Zuckerberg verspricht jetzt noch, dass man mit der bestellten Nvidia-Technik „jedem Menschen auf der Welt persönliche Superintelligenz“ liefern werde.
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Mit der Bekanntmachung eine Woche vor der Vorstellung der Geschäftszahlen macht Nvidia jetzt deutlich, dass das Geschäft weiter läuft. Ende November hatte ein Bericht über angebliche Verhandlungen zwischen Meta und Google für Aufsehen gesorgt. Darin hieß es, dass der Facebook-Konzern Milliarden für Googles TPU-Chips ausgeben und in den hauseigenen Rechenzentren einsetzen könnte. Die kommen bislang nur bei Google selbst zum Einsatz, können aber gemietet werden. Mit dem Verkauf an Rechenzentrumsbetreiber wie Meta wäre Google in direkte Konkurrenz zu Nvidia getreten. Noch hat sich das aber nicht bestätigt und Nvidia will dieses Geschäft offensichtlich nicht so einfach abtreten.
(mho)