Merz will Klarnamen im Internet sehen

Im Internet und vor allem in den sozialen Medien sind viele Nutzer anonym unterwegs. Bundeskanzler Merz will das ändern.

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Bundeskanzler Friedrich Merz spricht bei einer Pressekonfrenz.

(Bild: EUS-Nachrichten/Shutterstock)

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  • dpa

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) will die weitverbreitete Anonymität im Internet beenden. „Ich möchte Klarnamen im Internet sehen. Ich möchte wissen, wer da sich zu Wort meldet“, sagte Merz am Abend beim politischen Aschermittwoch der rheinland-pfälzischen CDU in Trier. „Wir stellen uns in der Politik auch mit Klarnamen und offenem Visier einer Auseinandersetzung in unserer Gesellschaft. Dann erwarte ich das auch von allen anderen, die sich kritisch mit unserem Land und unserer Gesellschaft auseinandersetzen.“

Die Verfechter der Anonymität im Internet seien „häufig genug Leute, die im Schatten der Anonymität größtmögliche Transparenz von anderen fordern“, kritisierte Merz.

Der CDU-Chef sagte, die freiheitliche Gesellschaft sei in Gefahr. Er habe vollkommen unterschätzt, was über Algorithmen und über Künstliche Intelligenz „an gezielter und gesteuerter Einflussnahme von innen und auch und besonders von außen möglich ist an Zersetzung des Geistes unserer freiheitlichen Gesellschaft“.

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Merz verwies auf die hohen Nutzungszeiten sozialer Medien durch Kinder und Jugendliche. „Wollen wir es zulassen, dass unsere Gesellschaft auf diese Art und Weise im Inneren zersetzt wird und in dieser Art und Weise unsere Jugend, unsere Kinder gefährdet werden?“

Verantwortlich dafür seien „Feinde unserer Freiheit, die Feinde unserer Demokratie, die Feinde einer offenen und freiheitlichen liberalen Gesellschaft“.

(dmk)