Neue Xbox-Chefin verspricht „Rückkehr der Xbox“ ohne KI-Müll

In einem internen Memo stellt Asha Sharma nach dem Abgang von Phil Spencer ihre Strategie für Spiele und Hardware bei Microsoft vor.

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Asha Sharma und Matt Booty.

(Bild: Microsoft)

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Nach dem überraschenden Führungswechsel bei Microsofts Xbox-Sparte haben die neue Leiterin der Abteilung, Asha Sharma, und ihr Content-Chef, Matt Booty, in internen Memos ihre Pläne grob umrissen. Beide Schreiben liegen The Verge vor, das sie vollständig veröffentlicht hat.

Die beiden Memos unterscheiden sich deutlich. Matt Booty führt nur sehr knapp aus, dass der Schwerpunkt bei den Spielen und der Art, wie die Kunden sie nutzen, liegen soll – eine Selbstverständlichkeit. Immerhin gibt es eine deutliche Aussage zur Zukunft der hauseigenen Studios: „Um es klarzustellen: Es sind keine organisatorischen Veränderungen in unseren Studios geplant“. Ob das weitere Entlassungen, wie sie Microsoft im vergangenen Jahr tausendfach vornahm, ausschließt, ist damit dennoch nicht gesagt.

Getreu ihrer neuen Position als Chefin der gesamten Spieleaktivitäten von Microsoft entwirft Asha Sharma deutlich mehr Vision und Positionierung in ihrem Memo. Sie nennt drei Schwerpunkte: „Tolle Spiele“, „Die Rückkehr von Xbox“ und „Die Zukunft des Spielens“. Der zweite davon, der auch die Zukunft der Microsoft-Konsolen betrifft, dürfte für die Branche wohl am wichtigsten sein. Denn Sharma macht ein klares Bekenntnis zu den Geräten: „Wir werden unsere Wurzeln mit einem erneuerten Bekenntnis zu Xbox feiern, angefangen bei Konsolen, die uns geprägt haben.“ Dennoch betont die Managerin im Folgenden, dass Microsoft seine Cross-Platform-Strategie nicht aufgeben will.

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Eine konkrete Ankündigung einer neuen Xbox ist das dennoch nicht – dafür wäre es auch noch zu früh. Bisher wurde die nächste Generation nach Playstation 5 und Xbox Series X/S für 2027 erwartet. Auch AMD hatte kürzlich klar gesagt, dass die Entwicklung seines Semi-Custom-Chips für Microsoft für eine Veröffentlichung im kommenden Jahr geplant ist. Die aktuelle Speicherkrise lässt jedoch eher eine Verschiebung um ein oder zwei Jahre für beide Unternehmen erwarten.

Ein weiteres bei Spielern stark umstrittenes Thema spricht Asha Sharma auch an, bleibt dabei jedoch unscharf. Man wolle zwar Spiele „mit den modernsten Technologien“ erschaffen, aber sie sollen, so wörtlich, „Kunst, erstellt von Menschen“ bleiben. Immerhin schreibt Sharma auch: „Wir werden weder kurzfristige Effizienz anstreben noch unser Ökosystem mit seelenlosem KI-Schrott überschwemmen.“

(nie)