Aus für POP-Import in Gmail: Google verlängert Gnadenfrist

Die POP-Abfrage anderer Accounts und Gmailify wollte Gmail schon im Januar absägen. Nun erhalten Google-Nutzer etwas mehr Zeit für den Absprung.

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Das Gmail-Logo auf einem Smartphone, hier mit 5590 Benachrichtigungen

(Bild: Jess Rodriguez/Shutterstock.com)

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This article is also available in English. It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Gmail verlängert die Gnadenfrist beim Abruf von E-Mails aus anderen Konten: Das Aus für Gmailify und POP3 kommt für neue Nutzer jetzt erst bis Ende März, bestehende Nutzer können es weiterhin verwenden, bis die Funktion „später im Jahr 2026 heruntergeregelt wird“, schreibt Google in einem aktualisierten Support-Dokument. Ein neues, konkretes Datum für den aufgeschobenen Abschalttermin nannte der Konzern bislang nicht – ebenso wenig wie eine Begründung.

Ursprünglich war das angekündigte Aus für den Abruf von Fremd-Accounts in der Web-Version von Gmail bereits für Januar angedacht. Die Gmail-App warnte in den vergangenen Wochen noch prominent vor dem angeblich baldigen Ende der Funktionen – die bislang aber fröhlich weiterlaufen.

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Gmailify und POP3 sind zwei Wege, um die E-Mail-Accounts von anderen Diensten respektive Mailservern in den Gmail-Web-Client einzubinden. Im Unterschied zu einem einmaligen Import ließen sich neue E-Mails dort kontinuierlich empfangen und auch mit der Fremd-Account-Absenderadresse über die Gmail-Bedienoberfläche versenden. Davon unabhängig sollen sich Gmail-Accounts in Dritt-Clients weiterhin sowohl per IMAP als auch POP3 abrufen lassen – das POP-Aus gilt wohlgemerkt nur für die Integration von anderen Accounts in die Gmail-Web-App.

Als Alternative verweist Google seine Nutzer darauf, eine Dauerweiterleitung zur Gmail-Adresse bei den anderen E-Mail-Anbietern einzurichten – ein vergleichbarer Ersatz ist das allerdings nicht. Ebenso bleibt es wie bisher möglich, andere Accounts über IMAP in die Gmail-App für Android und iOS einzubinden. Hier fehlen dann allerdings ebenfalls die bisherigen Komfortfunktionen wie die solide Gmail-Spam-Filterung und automatische Einsortierung in Gmail-Kategorien, zudem sind die Dritt-Accounts nicht über die Gmail-Web-App zugänglich.

(lbe)