Bemannte Mondmission der NASA: Artemis-2 wird auch im März nicht mehr starten
Auch die zweite Generalprobe für die Betankung der Mondrakete der Mission Artemis-2 lief nicht einwandfrei. Deshalb muss die jetzt zurück ins Montagegebäude.
Die SLS auf der Startrampe
(Bild: NASA)
Nach einem Problem bei der zweiten Generalprobe für den ersten Start einer bemannten Mondrakete seit mehr als 50 Jahren wird die nun auch nicht mehr im März abheben. Je nachdem, wie schnell sie zurück in das riesige Vehicle Assembly Building gerollt und dort die Ursache des Problems gefunden wird, könnte aber noch im April ein Start versucht werden. Das hat die NASA mitgeteilt und für weitere Einzelheiten eine Pressekonferenz im Verlauf der Woche angekündigt. NASA-Chef Jared Isaacman hat eingestanden, dass das enttäuschend ist. Auf dem Kurznachrichtendienst X hat er aber daran erinnert, dass auch das Apollo-Programm durch zahlreiche Rückschläge gekennzeichnet war. Trotzdem habe die US-Weltraumagentur damals erreicht, „was für unmöglich gehalten wurde“.
Weiterer Zeitplan unklar
Die zweite Generalprobe für die Betankung der Rakete für die Mission Artemis-2 ist am Donnerstag beendet worden. Dabei war es nicht gelungen, die Oberstufe ordnungsgemäß mit Helium zu betanken. Laut Isaacman war das Problem schon bei Artemis-1 aufgetreten. Es gibt verschiedene Stellen, an denen die Ursache liegen könnte, nach der muss nun im Montagegebäude gesucht werden. Deshalb soll die Rakete schnellstmöglich dorthin zurückgerollt werden, die Crew darf die Quarantäne verlassen. Für das Zurückrollen muss aber das Wetter passen, am Wochenende war der Wind dafür zu stark. Wie es danach weitergeht, ist noch unklar. Anfang April könnte die Rakete an mehreren Tagen gestartet werden, das gegenwärtig letzte Startfenster öffnet sich dann am 30. April.
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Mit Artemis-2 will die NASA wieder Menschen zum Mond fliegen, der soll aber nur umrundet werden. Geplant war der Start zuerst für den 6. Februar, das konnte aber schon nicht eingehalten werden. Die Crew besteht aus Reid Wiseman, Victor Glover und Christina Koch von der NASA sowie dem Kanadier Jeremy Hansen. Auf ihrem zehntägigen Flug sollen sie zuerst die Erde umrunden und dann in Richtung des Erdtrabanten beschleunigen. Für den Flug dorthin sind danach vier Tage veranschlagt. Wenn alles klappt, sollen dann auf der Nachfolgemission Artemis-3 Menschen die Oberfläche des Monds erreichen – geplant ist das gegenwärtig für 2028. Bei der ersten Mission des ambitionierten Artemis-Programms ist im Herbst 2022 eine unbemannte Kapsel um den Mond geflogen.
(mho)