„Stop Killing Games“ wird zur NGO
Das Projekt „Stop Killing Games“ will langfristig für die Bewahrung von Videospielen kämpfen: Eine NGO soll in Europa und den USA Lobbyarbeit leisten.
Screenshot aus "The Crew", das seit 2024 nicht mehr spielbar ist.
(Bild: Ubisoft)
Die Initiative „Stop Killing Games“ will sich als NGO (Non-governmental organization, Nichtregierungsorganisation) professionell aufstellen, um die eigenen Interessen langfristig in den USA und in Europa vertreten zu können. Darüber informiert der YouTuber und Aktivist Ross Scott, der die Initiative ins Leben gerufen hat, in einem aktuellen Video.
„Stop Killing Games“ will verhindern, dass Videospiele komplett abgeschaltet werden, wie es etwa bei Online-Spielen durch das Herunterfahren von Servern häufig vorkommt. Schlagzeilen machte das Projekt zuletzt vor allem mit der erfolgreichen Bürgerinitiative „Stop Destroying Videogames“, die knapp 1,3 Millionen Unterschriften sammeln konnte. Aktuell bereiten sich die Aktivisten auf ihr Gespräch mit der EU-Kommission vor.
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Lobbyarbeit in Europa und den USA
Mit der Bürgerinitiative soll das Projekt aber nicht enden – unabhängig davon, ob die EU auf die Vorschläge von „Stop Killing Games“ eingeht. Mit zwei Standbeinen wollen die Aktivisten in Europa und in den USA langfristig Lobbyarbeit betreiben, um für die Interessen von Spielern einzutreten und Aufsichtsanstalten auf Missstände aufmerksam zu machen.
Vor allem möchten die Aktivisten damit den Lobbyisten der Spielefirmen entgegentreten, sagt Scott. „Das wird auch signalisieren, dass wir in dieser Frage nicht einfach nachgeben.“ Die Organisation soll außerdem sicherstellen, dass „Stop Killing Games“ auch ohne den großen persönlichen Einsatz des Gründers fortbesteht: Scott sagte dem Spielemagazin PC Gamer, dass er den Staffelstab des Projekts perspektivisch abgeben möchte. Die Arbeit in der EU soll Moritz Katzner leiten.
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Treffen mit der EU-Kommission
„Stop Killing Games“ fordert Entwickler dazu auf, ihre Spiele permanent in einem spielbaren Zustand bereitzustellen. Gerade bei Online-Spielen ist es gängig, dass Entwickler ihre Server abschalten und die Titel anschließend gar nicht mehr spielbar sind. Die Aktivisten fordern, dass Spiele in einem solchen Fall zumindest offline spielbar bleiben.
Scott hat die Initiative losgetreten, als Ubisoft das MMO-Rennspiel „The Crew“ 2024 abschaltete. Erste handfeste Erfolge kann „Stop Killing Games“ schon feiern: Auch wegen des Drucks der Aktivisten hat sich Ubisoft dazu entschieden, für andere Spiele der „The Crew“-Reihe nach Server-Abschaltung einen Offline-Modus bereitzustellen.
Am Montag kommt es zum Treffen zwischen „Stop Killing Games“ und der EU-Kommission: Dann wollen die Aktivisten die im Rahmen der EU-Bürgerinitiative gesammelten Unterschriften der EU überreichen. Die Kommission hat bis zum 27. Juli Zeit, um auf das Anliegen zu antworten.
(dahe)