Aktienkurs halbiert: Immer mehr Interesse an einer PayPal-Übernahme

Innerhalb weniger Monate hat sich der Aktienkurs von PayPal fast halbiert und die Aussichten sind nicht rosig. Jetzt gibt es wohl Interesse an einer Übernahme.

vorlesen Druckansicht 55 Kommentare lesen
Rotes Foto eines Schreibtischs, in der Mitte ein Smartphone mit dem payPal-Logo

(Bild: JarTee/Shutterstock.com)

Lesezeit: 2 Min.
close notice

This article is also available in English. It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Nach einer monatelangen Talfahrt der Aktien von PayPal, in der sich deren Wert fast halbiert hat, gibt es immer mehr Interessenten für eine Übernahme des Bezahldienstleisters. Das hat Bloomberg unter Berufung auf anonyme Quellen öffentlich gemacht, woraufhin der Aktienpreis direkt einen merklichen Sprung von zwischenzeitlich fast 10 Prozent nach oben gemacht hat. Mindestens ein „Rivale“ hat demnach Interesse an einer kompletten Übernahme an PayPal bekundet, andere würden nur an einzelnen Vermögenswerten interessiert sein. PayPal selbst hat demnach bereits Gespräche mit Banken aufgenommen, noch könnten sich alle Verhandlungen in Luft auflösen.

Noch im vergangenen Sommer hat eine PayPal-Aktie über 78 US-Dollar gekostet, nach einer langen Talfahrt war der Preis vor zwei Wochen vorübergehend sogar rund 41 US-Dollar gefallen. Bloomberg erklärt das mit einer „Sackgasse“, in der sich der Dienstleister befinde, weil die Kundschaft „zunehmend auf alternative Zahlungsmethoden zurückgreift“. Dabei geht es vor allem um verlorene Marktanteile an Apple Pay und Google Pay. Zudem sei es dem Unternehmen nicht gelungen, die eigene Technik zu modernisieren und mit den Rivalen mitzuhalten. Gleichzeitig zitiert die Finanznachrichtenagentur Experten mit der Einschätzung, dass PayPal angesichts seiner globalen Bedeutung an den Börsen „zutiefst unterbewertet ist“.

Videos by heise

Wegen der negativen Geschäftsentwicklung bei PayPal war Anfang Februar schon der CEO mit sofortiger Wirkung abgesetzt worden, kommende Woche übernimmt der bisherige Verwaltungsratsvorsitzende das Ruder. Auch das hat die Börsen aber nicht beruhigt, ganz im Gegenteil. Allein nach diesem abrupten Führungswechsel war der Aktienkurs um fast 20 Prozent abgestürzt und hat sich davon seither auch nicht erholt. Unzufrieden waren die Anleger und Anlegerinnen auch mit dem Ausblick von PayPal. Zukünftiges Wachstum hat sich PayPal insbesondere durch KI-Agenten, die das Geld ihrer Verbraucher ausgeben sollen, sowie von Werbeeinnahmen und sogenannten Stablecoins erhofft.

(mho)