In einem Thüringer „Tante Emma“-Laden verkauft ausschließlich ein Roboter
Ein "Tante Emma"-Laden in Jena will Waren über ein Robotersystem ausgeben. Personal ist nicht nötig. Dadurch können Kunden rund um die Uhr einkaufen.
Hinter der unscheinbaren Fassade von „Tante Zukunft“ verbirgt sich roboterbasiertes Einkaufen.
(Bild: Tante Zukunft)
Drei Thüringer Jungunternehmer wollen in Jena einen kleinen Supermarkt mit dem Namen „Tante Zukunft“ eröffnen, in dem ausschließlich ein Roboter bestellte Waren in einem Lager zusammensammelt und über eine Klappe an die Kunden ausgibt. Der Laden ist rund um die Uhr geöffnet und soll die Nahversorgung außerhalb von Öffnungszeiten sicherstellen. Losgehen soll es am 27. Februar.
„Tante Zukunft“ kommt gänzlich ohne Personal aus, ist aber trotzdem 24/7 geöffnet. Dahinter steckt ein Hochregal-Robotersystem, das derzeit rund 180 unterschiedliche Produkte aus einem kleinen Lager einsammelt, die über Terminals bestellt werden können. Das Warensortiment, das von Süßigkeiten über Tiefkühlprodukte bis hin zu Getränken und allgemein Lebensmitteln des täglichen Bedarfs reicht, soll auf 250 bis 300 Produkte erweitert werden, schreibt der MDR.
Wer will, kann auch Produkte über die „Tante Zukunft“-Website vorschlagen, die dann eventuell in das Sortiment aufgenommen werden. Die Nutzer können über neue Artikel abstimmen. Insgesamt ist das Angebot also darauf ausgerichtet, welche Waren potenziell am häufigsten verkauft werden. Die drei Gründer setzten dabei aber auch auf regionale Produkte, etwa von einer ortsansässigen Fleischerei.
Bestellung am Terminal, via App und Webseite
Die Bestellung wird über ein Terminal vor Ort eingegeben, an dem auch die Warenausgabe erfolgt. Wie der Roboter dabei arbeitet, kann durch Fenster beobachtet werden. Alternativ sollen Waren zusätzlich über eine App auf dem Smartphone wie etwa UberEats und über deine Webseite von „Tante Zukunft“ bestellt werden können. Die Abholung erfolgt an zwei Terminals am Standort. Die Bezahlung erfolgt ausschließlich digital.
Die Investitionen für das Robotersystem sollen sich auf 120.000 Euro belaufen, die die drei Gründer per Kredit selbst finanziert haben.
Derzeit wird das System noch getestet. Die Eröffnung ist aber für den 27. Februar angesetzt. Ab dann soll „Tante Zukunft“ roboterbasiert die Nahversorgung rund um den Standort Holzmark in Jena ermöglichen.
(olb)