Deutsch-finnischer Quantencomputerhersteller IQM plant Börsengang

IQM ist einer der erfolgreichsten europäischen Quantencomputerhersteller. Das Unternehmen will im Sommer in den USA an die Börse gehen.

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Quantencomputer von IQM

Quantencomputer von IQM

(Bild: IQM)

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Das deutsch-finnische Startup IQM hat einen Börsengang angekündigt. Dafür wird der Hersteller von Quantencomputer mit einer sogenannten Special Purpose Acquisition Company (Spac) fusionieren, die bereits an der Börse notiert ist.

Noch ist nicht klar, ob IQM an der New Yorker Börse (New York Stock Exchange, NYSE) oder an der Tech-Börse Nasdaq notiert wird. Das Unternehmen mit Sitz in Espoo und München will bei dem für Juni geplanten Börsengang nach eigenen Angaben 450 Millionen US-Dollar einnehmen. Damit wäre das Unternehmen dann 1,8 Milliarden US-Dollar wert.

Ein sogenanntes Einhorn ist IQM bereits: Nach der letzten Finanzierungsrunde im September 2025 wurde IQM nach Angaben der Wirtschaftszeitung Handelsblatt mit rund einer Milliarde Dollar bewertet.

IQM gilt als das führende europäische Quantencomputer-Unternehmen. Von ihm stammt unter anderem der Quantencomputer, der kürzlich am Leibniz-Rechenzentrum (LRZ) in Garching bei München in Betrieb genommen worden ist. Insgesamt hat IQM nach eigenen Angaben bisher 21 seiner Rechner verkauft.

„Wir haben IQM von Anfang an zu einem Zweck aufgebaut: Menschen funktionierende Quantencomputer für die Lösung realer Probleme zur Verfügung zu stellen. Nicht irgendwann – jetzt“, sagte Jan Goetz, Chef und einer der Gründer von IQM. „Quantencomputing ist kein wissenschaftliches Projekt mehr. Es ist eine Branche, in der Kunden fortschrittliche Quantencomputer besitzen, betreiben und darauf aufbauen. IQM ermöglicht das.“

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IQM wurde 2018 in Finnland als Spin-off der Aalto Universität in Espoo gegründet. 2020 hat das Unternehmen einen Sitz in München eröffnet. Dort arbeiten etwa 90 der rund 330 Beschäftigten.

(wpl)