VPN-Schutz in der Virtual Reality: ExpressVPN veröffentlicht App für Meta Quest
Der VPN-Anbieter bringt eine eigenständige App für Meta Quest-Headsets heraus. Zudem wird die Browsererweiterung um neue Features ergänzt.
Die erste native VR-VPN-App ist ab sofort auf sämtlichen Meta Quest-Headsets verfügbar.
(Bild: Benjamin Danneberg)
ExpressVPN dehnt seinen Dienst erstmals gezielt auf VR-Headsets aus. Im Meta Store ist seit Kurzem die native App „ExpressVPN: VPN Fast & Secure“ verfügbar, die mit Meta Quest 2, Quest 3, Quest 3S sowie Quest Pro kompatibel ist. Die Apps vergleichbarer Dienste wie NordVPN oder Surfshark können bisher lediglich per Sideloading auf der Quest installiert werden, der Dienst „SpatialVPN“ von Jarvis Reality befindet sich noch im Early Access.
Die Quest-App soll den gesamten Datenverkehr des Headsets verschlüsseln können. Nutzer dürfen selbst entscheiden, ob lediglich der Browser-Traffic abgesichert werden soll, oder ob die gesamte Internetverbindung des Geräts verschlüsselt wird. Insgesamt stehen Server in 105 Ländern zur Verfügung, die App unterstützt 19 Sprachen – darunter Deutsch. Der Kundendienst ist laut Hersteller rund um die Uhr per Live-Chat oder E-Mail erreichbar.
Lightway-Protokoll als technisches Fundament
Die Meta Quest-App setzt ebenfalls auf das von ExpressVPN entwickelte quelloffene Lightway-Protokoll. Es soll höhere Geschwindigkeit, bessere Sicherheit und mehr Zuverlässigkeit bieten als herkömmliche VPN-Protokolle. Im heise-Download-Test schneidet ExpressVPN als technisch ausgereifter Allrounder ab. Der VPN-Dienst punktet durch umfassende Funktionalität und solide Umsetzung der Sicherheitsfeatures, ist mit 2,85 Euro im Monat aber teurer als die meisten Wettbewerber.
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Neben der Quest-App hat ExpressVPN auch seine Browser-Erweiterung aktualisiert. Nutzer können künftig gezielt einzelne Tabs schützen, um Ressourcen zu sparen, oder den gesamten Traffic eines Geräts verschlüsseln, ohne dafür eine separate Desktop-App öffnen zu müssen. Das neue Feature „Smart Routing“ lässt zudem einzelnen Webseiten unterschiedliche VPN-Standorte zuweisen, und WebRTC-Lecks sollen künftig auch der Vergangenheit angehören.
(joe)