Post zum Freitag: Über Funkstille, Folien und Fotos

Ein paar Gedanken über Stromausfall und die Vorsorge für den Notfall. Dies und weitere Themen in der Post zum Freitag.

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Liebe Leser,

auf einmal wird der Bildschirm schwarz, der Router hört auf zu blinken, und in der Wohnung herrscht eine beunruhigende Stille: Stromausfall. Das haben Sie bestimmt auch schon mal erlebt. Meist ist der Spuk nach ein paar Minuten vorbei. Aber was, wenn nicht? Als in Berlin Zehntausende stundenlang im Dunkeln saßen, ist mir wieder einmal bewusst geworden, wie abhängig wir von einer funktionierenden Steckdose sind. Kein Licht, keine Heizung, kein Internet – und der Akku vom Smartphone hält auch nicht ewig.

Offen gesagt ertappe ich mich dann immer bei dem Gedanken, ob ich eigentlich gut genug vorbereitet wäre. Falls es Ihnen ähnlich geht, haben wir da was für Sie: Ein Kollege hat zusammengetragen, wie man mit einfachen Mitteln wie Powerbanks, aber auch mit größeren Lösungen wie eine Powerstation oder sogar dem eigenen E-Auto für den Ernstfall vorsorgen kann. Ein beruhigender Gedanke, wie ich finde.

Wenn der Strom wieder da ist, soll die Technik im eigenen Zuhause bitte schön auch reibungslos funktionieren. Da denke ich zum Beispiel ans Smart Home. Und das gibt’s inzwischen sogar auch im beliebten schwedischen Möbelhaus Ikea: Neben Kallax und Köttbullar kann man nun auch Kontakt- und Klimasensoren kaufen. Die smarten Geräte sind Ikea-typisch verlockend günstig und versprechen dank Matter-Standard eine einfache Integration ins Smart Home. Aber man kennt das ja auch von den Möbeln: Der Preis ist heiß, aber der Aufbau … nicht für jedermann gedacht. Ob das bei der Technik ähnlich ist und ob die schwedischen Sensoren und Lämpchen wirklich was taugen, lesen Sie in unserem Artikel.

Aber nicht nur zu Hause will man, dass die Technik rundläuft, sondern auch im Job. Und da gibt es kaum etwas Schlimmeres als diese langweiligen, mit Spiegelstrichen überfrachteten Präsentationen, bei denen einem schon nach der zweiten Folie die Augen zufallen – schnarchlangweilig! Manch ein Businesskasper (*hust* entschuldigen Sie bitte meine Wortwahl – aber ich finds so schön bildlich */hust*) scheint ein riesiges Vergnügen daran zu haben, sein Publikum mit PowerPoint-Folienwüsten in den geistigen Standby-Modus zu schicken. Dabei geht es aber auch anders.

Wer zum Beispiel einen Mac nutzt, hat mit Keynote eine mächtige und vor allem kreative Alternative an Bord. Wir haben einen umfassenden Ratgeber für Sie, der zeigt, wie man damit wirklich eindrucksvolle und zielführende Vorträge erstellt – von der Planung bis zum großen Auftritt. Vielleicht ein Anstoß, um beim nächsten Mal für einen erfrischenden Lichtblick im Meeting-Alltag zu sorgen und sich ohne großen Aufwand vom Businesskasper und seinem Ruf als fadem Präsentations-Clown abzuheben.

Wer sich von Standard-Werkzeugen wie PowerPoint verabschiedet, schaut vielleicht auch in anderen Bereichen gerne mal über den Tellerrand. An der Börse zum Beispiel starren alle immer nur auf die großen Namen aus dem Silicon Valley. Dabei haben sich die Aktienkurse von Unternehmen aus der zweiten Reihe, die sogenannten Small und Mid Caps, zuletzt oft deutlich besser entwickelt. Diese Firmen fliegen meist unter dem Radar der großen institutionellen Anleger und Medien. Das kann für Privatanleger eine große Chance sein – schauen Sie doch mal auf die Entwicklung der Aktie von Eventim (diesem Ticketvertreiber für Konzerte, Musicals, Theater und Co.). Mein Kollege Patrick Bellmer hat sich tief in die Materie eingegraben und erklärt, wie man in diese oft unbekannteren Perlen investieren kann: sei es über Einzelaktien, ETFs oder Fonds.

Und zuletzt zu einer potenziellen Wochenendbeschäftigung: Bestimmt haben Sie auch noch irgendwo eine Kiste mit alten Fotoalben mit leicht vergilbten Bildern von Familienfeiern oder aus dem Urlaub stehen. Bisher waren das nur stille Aufnahmen. Doch was wäre, wenn man diesen Erinnerungen neues Leben einhauchen könnte? Eine KI macht genau das möglich: Sie verwandelt Ihre alten, eingescannten Fotos in kurze, animierte Videos – und das Ganze läuft kostenlos auf dem eigenen Rechner, ohne Cloud-Abo. Sie können die Personen auf den Bildern sogar mit alten Tonaufnahmen zum Sprechen bringen. Ich fand die Ergebnisse verblüffend und auch ein wenig magisch. Fast so, als würde man eine Brücke in die Vergangenheit schlagen.

Und damit wünsche ich Ihnen ein sonniges Wochenende

Ihre
Michaela Gebauer
(Leitende Redakteurin heise+)

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(mig)