„Resultat von Inkompetenz“: US-Militär schießt Drohne der US-Grenzpolizei ab

Erneut hat das Vorgehen des US-Militärs bei der Abwehr von Drohnen für Aufregung gesorgt: Mit einem Laser wurde die Drohne einer US-Behörde vom Himmel geholt.

vorlesen Druckansicht 94 Kommentare lesen
Flagge der USA

(Bild: Marian Weyo/Shutterstock.com)

Lesezeit: 2 Min.
close notice

This article is also available in English. It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Das US-Militär hat in Texas mit einer Laserwaffe versehentlich eine Drohne der US-Grenzschutzbehörde CPB abgeschossen, woraufhin Teile des betroffenen Luftraums gesperrt wurden. Das berichtet die Nachrichtenagentur AP. Geschehen ist das demnach in der Nähe von El Paso. Dort war erst vor zwei Wochen der internationale Flughafen wegen eines Einsatzes der Anti-Drohnenwaffe gesperrt worden. Warum sie jetzt aktiviert wurde, sei unklar. Als sie von dem Abschuss erfahren haben, seien ihre „Köpfe explodiert“, schreibt eine Gruppe einflussreicher Abgeordneter der oppositionellen Demokraten. Sie kritisieren die mangelnde Koordination zwischen dem Pentagon, dem Heimatschutzministerium und der Luftfahrtaufsicht: „Jetzt sehen wir das Resultat dieser Inkompetenz.“

Man habe ein System zur Abwehr unbemannter Fluggeräte eingesetzt, „um ein scheinbar bedrohliches unbemanntes Flugsystem zu entschärfen, das im militärischen Luftraum operierte“, zitiert Reuters eine Mitteilung der Behörden. Die daraufhin verhängte Sperrung eines Teils des Luftraums hat dieses Mal keine kommerziellen Flugzeuge betroffen, heißt es in den Berichten. Der Vorfall habe sich weitab von bewohnten Gebieten ereignet und es seien keine kommerziellen Flugzeuge in der Nähe gewesen, zitiert Reuters weiter. In der Gegend sind Drohnen von Drogenkartellen schon seit Längerem ein Problem. Damit sollen Standorte der US-Grenzpolizei ausfindig gemacht werden, um Schmuggelaktivitäten vor ihr verstecken zu können.

Videos by heise

Erst vor zwei Wochen hat das US-Militär in El Paso für Aufregung gesorgt, als der Flughafen von El Paso ohne jede Vorwarnung für zehn Tage geschlossen wurde. Das wurde dann aber schon nach wenigen Stunden wieder zurückgenommen. Vorher hatte das US-Militär einen Anti-Drohnen-Laser eingesetzt, ohne das mit der US-Luftfahrtaufsicht zu koordinieren. Aus Sicherheitsgründen habe die FAA deshalb rasch den Luftraum geschlossen. Während es von den Verantwortlichen für die Waffe hieß, dass damit Geräte abgeschossen worden seien, die von Drogenkartellen für den Schmuggel über die Grenze eingesetzt werden, haben mehrere Medien erfahren, dass damit lediglich ein Partyballon abgeschossen wurde.

(mho)