Waffenruhe am AKW Saporischschja: Reparaturarbeiten können beginnen

Durch eine Waffenruhe sind nun bald dringend notwendige Reparaturarbeiten an der Stromversorgung des AKW Saporischschja möglich.

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AKW Saporischschja

(Bild: IAEA / Fredrik Dahl)

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  • dpa

Für die Reparatur einer Stromleitung hat die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) erneut eine lokal begrenzte Waffenruhe zwischen Russland und der Ukraine um das Kernkraftwerk Saporischschja vermittelt. IAEA-Chef Rafael Grossi zufolge laufen derzeit Minenräumarbeiten, um den Reparaturteams sicheren Zugang zu gewähren. Repariert werden soll die 330-Kilowatt-Leitung, die für die Stromversorgung des von russischen Truppen besetzten Kraftwerks im Südosten der Ukraine wichtig ist.

Die Versorgung ĂĽber diese Leitung war nach Angaben der IAEA am 10. Februar unterbrochen worden. Die andere 750-Kilowatt-Leitung war demnach intakt geblieben.

Auch der Leiter des russischen Atomkonzerns Rosatom, Alexej Lichatschow, sprach der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass zufolge von einer durch die IAEA vermittelten lokalen Waffenruhe. Die Kriegsparteien werfen sich immer wieder gegenseitig Beschuss vor.

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Wiederholt ist es wegen Beschusses zu Ausfällen der externen Stromversorgung des Atomkraftwerks gekommen. Die IAEA hatte schon mehrfach eine lokal begrenzte Waffenruhe für Reparaturen vermittelt. Das seit März 2022 von russischen Truppen besetzte Kernkraftwerk Saporischschja ist das größte in Europa. Die Reaktoren sind aus Sicherheitsgründen heruntergefahren, müssen aber weiter gekühlt werden.

(olb)