HPE Juniper Networking stellt neue PTX-Router für KI-Rechenzentren vor

Mit zwei neuen Router-Familien auf Basis des Express-5-Siliziums will HPE Juniper vor allem in Rechenzentren von Providern und Hyperscalern punkten.

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Admin arbeitet an einem Juniper-Router

(Bild: HPE Juniper)

Lesezeit: 3 Min.
Von
  • Benjamin Pfister

HPE Juniper Networking hat mit dem PTX12000 (modular) und PTX10002 (Fixed-Form) zwei neue Router-Familien auf Basis des Netzwerkchips Express 5 vorgestellt. Die Geräte sind für den Einsatz in Rechenzentren von Providern und Hyperscalern konzipiert, die hohe Bandbreiten, große Paketpuffer und niedrige Latenzen erfordern. Primär dürfte der Anbieter KI-Rechenzentren im Blick haben.

Die PTX12000-Serie bietet zwei neue modulare Plattformen mit bis zu 518,4 Tbit/s Kapazität, bei der PTX12012-Serie mit 12 Slots, 32 Höheneinheiten, bis zu 36 × 3-kW-Netzteilen und maximal 772 kg Gewicht. Die PTX12008-Serie bringt maximal 345,6 Tbit/s Durchsatz auf 8 Slots und 22 Höheneinheiten bei maximal 499 kg und bis zu 20 × 3-kW-Netzteilen. Damit sind beide Modelle nicht nur in puncto Gewicht echte Schwergewichte.

Das Topmodell PTX12012 stellt bis zu 648 × 800G-Ports bereit. Die größte Line Card bietet 43,2 Tbit/s Durchsatz mit 54 × 800G-Ports sowie QSFP-DD- und OSFP-Schnittstellen. Für Sicherheit auf den Rechenzentrumskopplungen sorgt eine MACsec-Verschlüsselung mit AES-256 und ein DDoS-Schutz. Die Router verfügen über eine Dual Routing Engine mit zehnkernigem Intel-Prozessor aus der Generation Ice Lake-D, 256 GByte DDR4-Speicher, zwei 400-GByte-SSDs, SyncE und 1588 PTP für die Zeitsynchronisation sowie einem TPM-2.0-Chip. Die Kühlung erfolgt über drei entnehmbare Lüftermodule mit jeweils fünf Dual-Rotor-Lüftern. Als nettes Gimmick verfügen sie über Touchscreen-LED-Displays für die Darstellung des Status der Ports und der tauschbaren Komponenten.

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Die PTX10002-Serie ist als kompakte Fixed-Form-Lösung mit zwei Höheneinheiten und 25,2 kg Gewicht erhältlich. Das Modell PTX10002-36QDD bietet 28,8 Tbit/s Kapazität, 36 × 800G- oder 72 × 400G-Ports, 32-GByte-Paketpuffer und wird von zwei 3-kW-Netzteilen versorgt. Auch hier kommt Intels Ice Lake-D mit zehn CPU-Kernen zum Einsatz.

Beide Serien unterstützen in Rechenzentren und Providernetzen übliche Protokolle wie EVPN, VXLAN, MPLS, ECN, PFC, Multi-Chassis LAG, RoCEv2 und adaptive Load Balancing. Zudem stehen Segment Routing v6 (SRv6) oder RSVP zur Verfügung, inklusive Traffic Engineering (SR-TE/RSVP-TE), Fast Re-Route (FRR) und TI-LFA. Als vereinheitlichtes Betriebssystem kommt das hauseigene Junos OS Evolved auf Basis eines Linux-Kernels zum Einsatz.

Die neuen Router zielen auf höchste Skalierbarkeit, Energieeffizienz und Flexibilität für moderne, KI-getriebene Netzwerkinfrastrukturen ab. Zu Preisen machte HPE Juniper noch keine Aussagen.

(axk)