Copilot: Microsofts KI-Assistent soll direkten Zugriff auf Dokumente erhalten

Der KI-Assistent Copilot von Microsoft soll Dokumentenzugriff erhalten. Das könnte einen Überhang an Nachbearbeitungen mit sich bringen.

vorlesen Druckansicht 20 Kommentare lesen
Lupe auf Schriftzug Microsoft 365

(Bild: IB Photography/Shutterstock.com)

Lesezeit: 1 Min.

Microsofts KI-Assistent Copilot soll Word-Dokumente künftig direkt bearbeiten können. Das kündigte der US-Konzern an. Dem Unternehmen zufolge bleiben alle von Copilot in Word getätigten Änderungen nachvollziehbar und reversibel.

Der neue Funktionsumfang des KI-Assistenten soll ab März für die Desktop-, Mac- und Web-Anwendungen von Microsofts Textverarbeitungsprogramm verteilt werden. Nutzer sollen die neue Funktion bei Bedarf vollständig deaktivieren können.

Bislang ist Copilot in Microsoft 365-Anwendungen nur für Benutzer mit einem Geschäfts-, Schul- oder Unikonto und zugehörigem Business-Abonnement verfügbar. Das Chatfenster des KI-Chatbots lässt sich derzeit über das Menüband von Word, Excel, PowerPoint, Outlook oder anderen Microsoft 365-Anwendungen öffnen. Bislang kann Copilot geöffnete Dokumente allerdings nur lesen und sie nicht direkt editieren. Das soll sich nun ändern.

Der geplante erweiterte Dokumentenzugriff von Copilot könnte in Zukunft Probleme mit sich bringen. Schon jetzt sind Strukturen und Layouts von Text-, Tabellen- oder Präsentationsdokumenten fragil. Mit dem geplanten direkten Zugriff von Copilot auf Dokumente der 365-Anwendungen kommt eine weitere Instanz hinzu, die gezähmt werden will.

So müssen Nutzer künftig mutmaßlich zusätzliche Zeit damit verbringen, die von Copilot vorgenommenen Änderungen zu überprüfen und unbeabsichtigte Modifikationen zu korrigieren. Sind Bearbeitungen von Copilot häufig fehlerhaft, untergräbt das zudem das Vertrauen der Nutzer in KI-Funktionen.

(rah)