Bosch schaltet Kameras in smarten Kühlschränken ab

Bosch schaltet zum 31. März die Kameras in verkauften Kühlschränken ab. Das Unternehmen begründet den Schritt mit einer geringen Nachfrage.

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Bilder aus der Home-Connect-App, Gefüllter Kühlschrank, App gibt Anweisungen zur Lagerung der Lebensmittel

So hat Bosch die Funktion der Kühlschränke beworben

(Bild: Bosch)

Lesezeit: 1 Min.
Von
  • Till Menzel
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This article is also available in English. It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Die Innenkameras smarter Kühlschränke von Bosch werden künftig unbrauchbar. Zum 31. März dieses Jahres will das Unternehmen die Kameras in verkauften Kühlschränken deaktivieren. Das hat Bosch gegenüber heise online bestätigt.

Die Kameras konnten bisher dafür genutzt werden, sich unterwegs – etwa im Supermarkt – den Inhalt des Kühlschranks anzuschauen. Auch Empfehlungen dazu, wo bestimmte Lebensmittel im Kühlschrank idealerweise gelagert werden sollten, werden durch die Abschaltung der Kameras entfallen. Beide Funktionen hatte Bosch als Argument für den Kauf dieser Kühlschränke beworben.

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Eine Funktion, mit der auf Basis der vorhandenen Lebensmittel Rezepte vorgeschlagen werden konnten, wurde bereits 2022 entfernt. Das Unternehmen begründet die komplette Abschaltung der Kameras nun mit einer zu geringen Marktnachfrage und „technologischen Weiterentwicklungen“, ohne dies weiter auszuführen. Die Entscheidung sei auf der Grundlage „fortlaufender Evaluierungen“ getroffen worden. Bosch gibt an, die aus der Abschaltung entstandenen Ressourcen jetzt für die Weiterentwicklung von Hausgeräten und der entsprechenden App nutzen zu wollen. Konsumentinnen und Konsumenten habe das Unternehmen per E-Mail und Benachrichtigung in der App informiert. Personen, die die Geräte besitzen, verweist Bosch an den Kundenservice.

Erst im vergangenen Jahr hat Bosch seine spexor-Geräte deaktiviert. Die Sensoren wurden als „mobile Alarmanlage“ beworben und konnten unter anderem die Temperatur und Luftqualität messen sowie Eindringlinge erkennen. Mit der Abschaltung wurden sowohl die Geräte als auch die dazugehörige App für Nutzerinnen und Nutzer unbrauchbar.

(mho)