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Razr Fold: Erstes großes Foldable von Motorola

Mit dem Razr Fold steigt Motorola in den Bereich der großen Foldables ein. Das Smartphone kommt mit starken Eckdaten und in einer Fußball-WM-Edition.

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Motorola FIFA Editionen

(Bild: Steffen Herget / heise medien)

Lesezeit: 4 Min.
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This article is also available in English. It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Bisher bestand die Razr-Serie bei Motorola nur aus kompakten Flip-Phones, nun kommt erstmals ein großes Foldable hinzu. Motorla rückt beim Razr Fold besonders die Kamera in den Vordergrund.

Dünn ist das Razr Fold, allerdings nicht so kompromisslos wie andere Foldables. Zugeklappt misst das Smartphone, das es in den Farben Weiß und Schwarz zu kaufen gibt, knapp einen Zentimeter. Die weiße Variante hat eine seidenartige Rückseite, die sich angenehm weich anfühlt. Das schwarze Modell gleicht etwas gröberem Stoff. Das Razr Fold bringt 249 Gramm auf die Waage und ist nach IP49 gegen Wasser geschützt, kleine Staubpartikel können jedoch eindringen. Das 6,6 Zoll große pOLED-Display auf der Vorderseite stellt 2520 × 1080 Pixel dar, wird laut Hersteller bis 6000 cd/m² hell und liegt hinter einer Schicht aus Gorilla Glass Ceramic 3. Das biegsame innere Display löst mit 2484 × 2232 Pixeln auf und soll in der Spitze gar 6200 cd/m² erreichen. Beide Bildschirme unterstützen variable Bildwiederholraten bis 120 Hertz.

Motorola verpasst dem Razr Fold einen Qualcomm Snapdragon 8 Gen 5. Ohne den Namenszusatz Elite taktet der Prozessor nur mit 3,8 statt 4,6 GHz, auch der Cache ist etwas kleiner. Leistung sollte trotzdem mehr als genug vorhanden sein. Je nach Modell sind 12 oder 16 GByte RAM und 256 oder 512 GByte interner Speicher vorhanden. Auch eine Variante mit 1 TByte bietet Motorola an, allerdings nicht in allen Regionen.

Motorola Razr Fold in Weiß und Schwarz

(Bild: Steffen Herget / heise medien)

Die Dreifach-Kamera auf der Rückseite des Razr Fold besteht aus einer Hauptkamera, einem Dreifach-Periskop-Teleobjektiv und einem Ultraweitwinkel. Hauptkamera und Tele verwenden Lytia-Sensoren von Sony mit einer Auflösung von 50 Megapixeln. Auch das Ultraweitwinkel löst mit 50 Megapixeln auf, den Sensorhersteller verrät Motorola hier nicht. Die innere Selfie-Cam schießt Fotos mit 20 Megapixeln, die äußere schafft 32 Megapixel.

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Ein 6000 mAh starker Akku, verteilt auf beide Hälften des Smartphones, soll für gute Ausdauer sorgen. Das Motorola Razr Fold lädt mit bis zu 80 Watt per Kabel und maximal 50 Watt induktiv. Die beiden Dolby-Atmos-Lautsprecher wurden gemeinsam mit Bose entwickelt.

Auf dem großen Display haben bis zu drei Apps gleichzeitig Platz.

(Bild: Steffen Herget / heise medien)

Das günstigere Motorola Edge 70 Fusion hat die Hauptkamera samt Lytia-Sensor vom Razr Fold geerbt. Flankiert wird die Kamera nur von einem 13-Megapixel-Ultraweitwinkel, ein Teleobjektiv hat das Smartphone nicht. Das Edge 70 Fusion wird von einem Snapdragon 7s Gen 3 von Qualcomm angetrieben, ein bewährter, aber nicht mehr ganz taufrischer Mittelklasse-Chip. Das knapp 6,8 Zoll große OLED-Display stellt etwas mehr als Full-HD dar und soll ebenfalls über 6000 cd/m² in der Spitze erreichen – für ein Mittelklasse-Smartphone ein außergewöhnlich hoher Wert. Sein Akku fasst 5200 mAh.

Vom Edge 70 Fusion bietet Motorola auch eine Modellvariante mit dem Beinamen Power an. Diese ist technisch weitgehend zur normalen Version identisch, hat jedoch einen 7000 mAh starken Akku und ist dadurch etwas dicker, es misst knapp 8 Millimeter.

Motorola Edge 70 Fusion

(Bild: Steffen Herget / heise medien)

Vom Razr Fold, dem bereits seit letztem Jahr erhältlichen kleinen Razr und dem Edge 70 Fusion bietet Motorola pünktlich zur kommenden Fußball-WM in den USA, Mexiko und Kanada FIFA Editionen an. Die haben golden schimmernde WM- und FIFA-Logos auf dem Rücken, etwas andere Texturen und passende Hintergrundbilder, sind ansonsten jedoch technisch identisch.

Das Razr Fold kostet 1999 Euro in der normalen Variante, die FIFA Edition ist satte 400 Euro teurer. Das Edge 70 Fusion wechselt ab 419 Euro den Besitzer, die Version Edge 70 Fusion Power kostet 20 Euro Aufpreis. Für 499 Euro bekommt man das Smartphone in der FIFA Edition.

(sht)