AWS-Störung im Nahen Osten: Rechenzentrum „von Objekten getroffen“
Nach den Angriffen auf den Iran schießt die Islamische Republik Raketen auf Golfstaaten. Bei AWS gibt es jetzt eine Störung, die damit zusammenhängen dürfte.
(Bild: Michael Vi/Shutterstock.com)
Amazons Cloud-Dienst AWS ist seit Sonntag im Nahen Osten gestört, nachdem „Objekte ein Rechenzentrum“ in den Vereinigten Arabischen Emiraten getroffen und ein Feuer ausgelöst haben. Das hat der US-Konzern mitgeteilt und seitdem in mehreren kurzen Beiträgen ausgeführt, wie die Arbeiten zur Behebung des Problems vorankommen. Unklar ist derweil, um welche Art Objekt es geht. Angesichts der Geschehnisse vom Wochenende liegt es nahe, dass es sich um eine Rakete oder Drohne aus dem Iran gehandelt haben könnte. Seit Israel und die USA die Islamische Republik am Samstag angegriffen haben – und dabei unter anderem das Staatsoberhaupt Ali Chamenei getötet haben – greift der Iran Ziele in der ganzen Region an.
Dauer der Störung noch nicht absehbar
Die Störung hat laut AWS am Sonntagnachmittag lokaler Zeit begonnen, anfangs hieß es nur, dass Probleme in der Region „ME-CENTRAL-1“ untersucht würden. Später teilte der US-Konzern mit, dass es sich um ein lokales Problem in einer einzigen sogenannten „Availability Zone“ handelt. So bezeichnet AWS „ein oder mehrere diskrete Rechenzentren mit redundanter Stromversorgung, Vernetzung und Konnektivität in einer AWS Region“. Die Störung hatte demnach nicht nur lokal Auswirkungen. Stunden später folgte der Hinweis auf die Ursache und die Ankündigung, dass das Problem noch Stunden bestehen könnte. Inzwischen können Nutzer und Nutzerinnen das Rechenzentrum meiden, aber wann es wieder in Betrieb genommen werden soll, ist unklar. Noch sind zahlreiche Dienste betroffen.
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Israel und die USA haben am Samstagvormittag begonnen, Luftangriffe auf den Iran durchzuführen. Gleich zu Beginn wurden dabei mehrere hochrangige Vertreter der Islamischen Republik getötet, allen voran der Oberste Führer Ali Chamenei, der das Land 37 Jahre lang diktatorisch beherrscht hat. Teheran hat mit Gegenangriffen auf Israel und auf Golfstaaten reagiert, in denen die USA Stützpunkte unterhalten. Obwohl dabei schon Menschen getötet wurden, haben die Staaten Saudi-Arabien, Katar, Oman, Bahrain, Kuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) die Angriffe des Irans nur abgewehrt, aber nicht zurückgeschlagen. Gemeinsam mit den USA haben mehrere arabische Staaten die Gegenangriffe als gefährliche Eskalation verurteilt.
(mho)