Ryzen AI 400G: AMD spendiert Desktop-PCs nur den Billigchip

AMD bringt endlich neue Desktop-Kombiprozessoren. Das groĂźe Die mit dicker GPU fehlt allerdings.

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Renderbild eines Ryzen AI 400G vor blau-weiĂźem Hintergrund

(Bild: AMD)

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Für die AM5-Plattform erscheinen sechs neue Ryzen-AI-400G-Prozessoren, 12 Stück, wenn man die Pro-Versionen für Business-PCs dazuzählt. Es sind die ersten Kombiprozessoren mit Zen-5-Kernen für Desktop-Rechner, die mehr als zwei Grafikkerne (Compute Units, CUs) mit insgesamt 128 Shadern haben. AMD führt die CPUs unter dem Codenamen Gorgon Point.

Die groĂźen Varianten mit bis zu 12 CPU-Kernen (vier Zen 5, acht Zen 5c) und 16 CUs (1024 Shader, RDNA-3.5-Architektur) bleiben allerdings Notebooks vorbehalten. AMD kĂĽndigte die Ryzen AI 400 Anfang Januar auf der Elektronikmesse CES 2026 an, allerdings stammen die Chips noch von der 300er-Familie aus dem Vorjahr. FĂĽr Desktop-PCs stellte AMD zuletzt die Ryzen 8000G Anfang 2024 vor.

Alle Spezifikationen der Ryzen AI 400G fĂĽr Desktop-PCs.

(Bild: AMD)

FĂĽr Desktop-PCs gibt es laut AnkĂĽndigung maximal je acht CPU-Kerne und Compute Units, also 512 Shader. Die CPU-Kerne setzen sich aus je vier Zen-5- und Zen-5c-Typen zusammen. Letztere sind dichter gepackt und takten niedriger, um Platz auf dem Chip zu sparen. Diese Konfiguration verwenden der Ryzen AI 7 450G mit einer Thermal Design Power von 65 Watt und der Ryzen AI 7 450GE mit 35 Watt.

Der Ryzen AI 5 440G und 440GE begnĂĽgen sich mit sechs CPU-Kernen (je drei Zen 5 und Zen 5c) und vier Compute Units (256 Shader). Der Ryzen AI 5 435G und 435GE sind zwar ebenfalls Sechskerner, allerdings in einer 2+4-Konfiguration. Hier halbiert AMD zudem den Level-3-Cache von 16 auf 8 MByte.

Darunter dĂĽrfte vor allem die Spieleleistung leiden. GegenĂĽber den bisherigen Desktop-Sechskernern ist der Ryzen AI 5 435G(E) deutlich beschnitten: Der Ryzen 5 9600 greift auf 32 MByte Level-3-Cache zurĂĽck.

Ein Ryzen AI 400G unter dem Heatspreader. AMD setzt hier nur eine kleinere Chipvariante ein.

(Bild: AMD)

Obwohl die Desktop-Prozessoren teils deutlich mehr elektrische Leistung als die Notebook-Modelle aufnehmen dĂĽrfen, bleiben die maximalen Taktfrequenzen identisch. AMD beziffert sie je nach Modell auf 4,5 bis maximal 5,1 GHz, selbst bei den 65-Watt-Typen.

Alle Ryzen AI 400G kommen mit einem integrierten KI-Beschleuniger, der 50 Billionen Operationen pro Sekunde schafft. Mit 50 TOPS qualifizieren sich die Prozessoren fĂĽr Microsofts Copilot+.

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Die Neulinge zeigen, wo es namensseitig bei den Desktop-Prozessoren hingeht. Die nächste Generation reiner Desktop-CPUs könnte demnach nicht als Ryzen 10000, sondern als Ryzen AI 500 erscheinen. AMD bräuchte dann lediglich ein neues Suffix zur Unterscheidung von den Notebook-Modellen.

Laut AMD sollen Komplett-PCs mit den Ryzen AI 400G und Business-Varianten im zweiten Quartal 2026 erscheinen. Einzeln als Boxed-Version will AMD die Prozessoren offenbar nicht in den Handel bringen. Folglich dĂĽrften nur Tray-Versionen ohne Herstellergarantie im Online-Handel auftauchen, die bei PC-Herstellern vom Laster fallen.

Parallel erscheinen auch Business-Notebooks mit Pro-Versionen der Ryzen AI 400.

Erste Notebooks und Desktop-PCs, die mit Ryzen AI 400 Pro beziehungsweise Ryzen AI 400G erscheinen.

(Bild: AMD)

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