Gram: Komplett KI-freier Coding-Editor
Der neue Coding-Editor Gram basiert auf Zed, verzichtet aber auf viele Funktionen wie Coding-Assistent, Nach-Hause-Telefonieren und automatische Updates.
(Bild: heise medien)
Ganz gegen den Trend gibt es jetzt einen Coding-Editor, der komplett auf KI-Funktionen verzichtet: Gram 1. Er basiert auf dem Editor Zed und verzichtet auf KI, automatische Updates, Telemetrie, Abos und Collaboration.
Als Begründung für die Abspaltung von Zed nennt der Blog insbesondere die schnelle Weiterentwicklung von Zed, die dem Autor immer mehr irrelevante Patches lieferte. „Ab jetzt habe ich entschieden, damit aufzuhören.“ Die Ablehnung von KI begründet der Verfasser des Beitrags – vermutlich der Hauptkontributor des Projekts Kristoffer Grönlund – damit, dass er als Lehrer festgestellt hat, dass Schülerinnen und Schüler keine Programmiersprache mehr lernen können, weil sofort der Coding-Assistent anspringt: „Sie kommen gerade so weit, ‚pr-’ einzutippen, und sofort beginnt der Editor, die Schüler mit unsinnigen Vorschlägen, Aufforderungen und Ablenkungen zu bombardieren.“
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Zed-Extensions lassen sich nutzen
Da Gram auf Zed basiert, funktionieren dessen Extensions nach wie vor, Anwender müssen sie aber aus den Quellen bauen und selbst updaten. Automatische Aktualisierungen sind deaktiviert. Auch Sprachserver und Node.js müssen manuell zugefügt werden. Dafür ist die Dokumentation im Editor integriert, und er unterstützt weitere Sprachen wie Gleam, Zig und Odin.
Binaries für den in Rust geschriebenen Editor gibt es für Mac sowie Linux, und weitere Informationen finden sich im Blog und auf Codeberg. Hier heißt es ganz klar: „Agenten sind von diesem Projekt ausgeschlossen.“ Auch Zed selbst bietet im Übrigen eine Möglichkeit, KI-Funktionen auszuschalten.
(who)