USB-Ladegerät für bis zu zehn Geräte für 33 Euro im Test

Zehn-Port-USB-PD-Lader für die ganze Familie: Zehn Smartphones und sogar Notebooks passen an das Lizoak YMX-800W. Doch die Leistung im Namen gibt es nicht her.

Artikel verschenken
vorlesen Druckansicht 8 Kommentare lesen

(Bild: Andreas Wodrich / heise medien)

Lesezeit: 6 Min.
Inhaltsverzeichnis

Auf den meisten aktuellen USB-Ladegeräten mit der Ladetechnik Power Delivery prangt die Maximalleistung, etwa 65 W oder 140 W. Dazu kommen meist die Buchstaben GaN. Das gilt auch für das mit 33 Euro sehr günstige Multiladegerät von Lizoak: 800W GaN steht groß auf der Gehäuseseite des kompakten, aber mit gut 13 Zentimetern sehr langen Tischgeräts. Dass diese Angabe nicht die Gesamtleistung bedeuten kann, wird dem elektrotechnisch geschulten Auge schon beim Anblick des Euronetzkabels mit dem kleinen zweipoligen Stecker klar. Der ist für Ströme von maximal 2,5 Ampere ausgelegt, was auch das Typenschild bestätigt und bei 230 Volt 575 Watt bedeutet. Der kleine, als Benutzerhandbuch bezeichnete Beipackzettel nennt für das YMX-800W eingangsseitig sogar nur zwei Ampere (460 Watt).

Der chinesische Hersteller bietet das 10-Port-Ladegerät YMX in verschiedenen Varianten von 695 W bis zu unserem mit 800 W an: je mehr „W“, desto mehr USB-C- und desto weniger USB-A-Anschlüsse. Zum Lieferumfang gehören außer dem Gerät und besagtem Beipackzettel ein 1,4 Meter langes Euronetzkabel und ein Standfuß, um den Lader hochkant aufzustellen. Die Vorderseite stellt acht USB-C- und zwei USB-A-Ports bereit, auf der Rückseite gibt es nur die zweipolige Eurobuchse für das Netzkabel. Kühlschlitze in der Rückenplatte erwiesen sich im Test als nur mäßig wirksam.

Powerbank, Ladekabel, Ladeadapter

Wie viel Leistung das YMX-800W nun wirklich abliefern kann, verrät die Beschreibung nicht, also haben wir es ausprobiert. Schließt man nur ein zu ladendes Gerät an, schaffte der Lader die jeweils unter der Buchse angegebene Leistung, zum Teil sogar deutlich mehr. Die oberen beiden USB-C-Ports laden auch anspruchsvolle Notebooks mit Power Delivery (PD) 3.1 mit bis zu 28 Volt und fünf Ampere, also 140 Watt. Die beiden folgenden schaffen 100 Watt bei maximal 20 Volt und fünf Ampere, was für die meisten Notebooks ausreicht. Die USB-C-Stecker saßen allerdings etwas wackelig in den Buchsen. Bei den oberen 140-Watt-Buchsen ließ sich der USB-C-Stecker nicht vollständig einstecken, bei den unteren USB-C-Buchsen dagegen schon.

Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels "USB-Ladegerät für bis zu zehn Geräte für 33 Euro im Test". Mit einem heise-Plus-Abo können Sie den ganzen Artikel lesen.