Investor Elliott: Eine Milliarde US-Dollar für Pinterest

Der Hedgefonds Elliott vergrößert seinen Anteil an der Online-Pinnwand. Pinterest will das Kapital für den milliardenschweren Rückkauf von Aktien verwenden.

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Pinterest-Schild am Eingang des Sitzes in San Francisco.

Pinterest-Schild am Eingang des Sitzes in San Francisco.

(Bild: MarleyPuc/Shutterstock.com)

Lesezeit: 2 Min.
Von
  • Andreas Knobloch
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This article is also available in English. It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Der aktivistische Investor Elliott kauft Pinterest-Aktien im Wert von einer Milliarde US-Dollar und wird damit zum größten Aktionär der Social-Media-Plattform. Mit dem frischen Kapital soll nach Angaben von Pinterest ein neues Aktienrückkaufprogramm im Wert von 3,5 Milliarden US-Dollar finanziert werden. Das entspricht fast einem Drittel der Marktkapitalisierung des Unternehmens. Der schwächelnde Aktienkurs von Pinterest verzeichnete nach Bekanntwerden der Pläne starke Kursgewinne.

Ein Engagement des prominenten Hedgefonds Elliott Investment Management in Unternehmen werde „oft als Quelle neuer Ideen sowie operativer und finanzieller Disziplin gesehen, die angeschlagenen Unternehmen neuen Aufschwung verleihen könnte“, schreibt die Nachrichtenagentur Reuters. Elliott hielt laut Reuters bereits eine 4,8-prozentige Beteiligung an Pinterest im Wert von gut 725 Millionen US-Dollar. „Wir unterstützen Pinterest seit unserer ersten Investition im Jahr 2022 und sind fest von der positiven Entwicklung des Unternehmens überzeugt“, sagte Elliott-Partner Marc Steinberg, der auch im Verwaltungsrat von Pinterest sitzt.

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So positiv gestimmt sind nicht alle Anleger. Seit Jahresbeginn verlor die Pinterest-Aktie fast ein Drittel ihres Werts. Zwar steigen die Nutzerzahlen, aber die Frage ist, ob sich dieser Anstieg auch in höhere Werbeeinnahmen umsetzen lässt, zumal der Online-Werbemarkt mit finanzstarken Konkurrenten wie Instagram und Facebook hart umkämpft ist. Selbst OpenAI kündigte an, in seinem Chatbot ChatGPT Werbung zu testen. Erst vor wenigen Wochen wurde bekannt, dass Pinterest plant, bis zu fünfzehn Prozent der Belegschaft zu entlassen. Der Schritt soll mehr Ressourcen für die Entwicklung von KI-Funktionen und -Produkten freisetzen. Um die Bedenken der Anleger zu zerstreuen, hat Pinterest zuletzt seine Bemühungen verstärkt, von dem immer weiter verbreiteten Einsatz KI-gestützter Shopping-Tools zu profitieren.

(akn)