Nvidia-Treiber 595.71: Niedrigere Bildraten durch ungewöhnliche Limits
Nvidias aktueller Grafiktreiber kann die Bildrate in Spielen deutlich senken. Schuld sind ungewöhnlich niedrige Limits bei der GPU-Spannung und dem Power-Limit.
(Bild: Andreas Wodrich / heise medien)
Der GeForce-Treiber 595.71 weist offenbar weiter Probleme auf. Berichte deuten auf ungewöhnlich strikte Limits bei der GPU-Spannung und der maximalen elektrischen Leistungsaufnahme (Power-Limit) hin. Dadurch wiederum sinken die GPU-Taktfrequenzen um teils mehrere Hundert Megahertz.
Demnach sind GPUs auf Spannungen unter einem Volt begrenzt; teilweise sinkt die GPU-Spannung um über 100 Millivolt. Die maximale elektrische Leistungsaufnahme fällt in Extremfällen um 25 Prozent und mehr. Das entspricht Rückgängen von 100 Watt und mehr. In Spielen kann das die Bildrate spürbar reduzieren. Teilweise ist von über zehn Prozent weniger Bildern pro Sekunde (fps) die Rede. Entsprechende Berichte häufen sich etwa im offiziellen Nvidia-Forum und auf Reddit.
Teilweise berichten Nutzer auch über Spielabstürze und Blue- beziehungsweise Black-Screens. Selbst Indie-Spielentwickler meldeten sich bereits mit Berichten über abstürzende Render-APIs zu Wort. Das könnte allerdings ein separates Problem darstellen.
Videos by heise
Bugs in 595er-Treiberzweig
Nvidia schob den GeForce-Treiber 595.71 zügig auf die Version 595.59 nach. Dieser Treiber wies einen erheblichen Fehler auf, bei dem Grafikkartenlüfter zu langsam oder gar nicht drehten. Schon Version 595.59 schien allerdings Probleme bei der Spannung und dem Power-Limit zu haben. Ein Nvidia-Mitarbeiter schrieb zu der Version, dass die Firma den Fehler intern nicht nachstellen konnte.
Wer Performance-Probleme mit dem aktuellen GeForce-Treiber 595.71 hat, sollte auf eine Version vor dem 595er-Zweig zurückgreifen, etwa 591.86. Nvidia bietet ältere Versionen weiterhin zum Download an. Lediglich Optimierungen für neue Spiele wie „Resident Evil Requiem“ fehlen dann, wobei deren Nutzen bei Stabilitätsproblemen ohnehin fraglich ist. Andere Performance-Probleme mit Nvidia-Grafikkarten und aktuellem Treiber in „Resident Evil Requiem“ scheint immerhin ein Spiel-Patch behoben zu haben.
Empfohlener redaktioneller Inhalt
Mit Ihrer Zustimmung wird hier ein externer Preisvergleich (heise Preisvergleich) geladen.
Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen (heise Preisvergleich) übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.
(mma)