Telematik-Zugang ohne eigenen Konnektor: Telekom stellt TI-Connect vor
Arztpraxen und Apotheken können sich jetzt auch über ein Gateway der Telekom mit der Telematikinfrastruktur verbinden und auf den eigenen Konnektor verzichten.
(Bild: Volha_R / Shutterstock.com)
Die Deutsche Telekom hat einen Dienst vorgestellt, mit dem Arztpraxen, Apotheken und ähnliche Einrichtungen ohne eigenen Konnektor Zugang zur Telematik-Infrastruktur (TI) erhalten. Bei dem TI-Connect benannten Service verbinden sich die Kunden dann über einen VPN-Kanal mit dem TI-Gateway im Telekom-Rechenzentrum. Gesundheitsakteure müssen sich dann nicht mehr selbst darum kümmern, einen lokalen Konnektor auf dem neuesten Stand zu halten.
Die Telekom verspricht eine unkomplizierte Anbindung über dauerhaft aktuell gehaltene Hochgeschwindigkeits-Konnektoren mit ausreichend Redundanz. In den Praxisräumen soll dann ein herkömmlicher Router mit VPN-Tunnel zum Einsatz kommen, der für Kartenterminals sowie Rechner mit Praxisverwaltungssystem und KIM-Postfach den sicheren Kanal zum TI-Gateway aufbaut. Alternativ sei auch eine Verbindung über Client-Software möglich. Ebenfalls soll eine Mobile-Office-Option bei der Arbeit im Homeoffice oder von unterwegs TI-Zugang gewährleisten.
Einbox-Konnektor als Auslaufmodell
Pläne, die eher unbeliebten Einbox-Konnektoren als Standardzugang zur TI zu ersetzen, gibt es bereits seit einiger Zeit. Für die meisten Einrichtungen hat die Betreibergesellschaft Gematik ein TI-Gateway als Alternative vorgesehen, einen quasi von Sicherheitstechnik ummantelten Highspeed-Konnektor. Ihre Schnittstelle zur TI können kleinere Einrichtungen darüber als Gateway-Infrastruktur aus der Cloud beziehen – wie im Angebot der Telekom. Andere Anbieter wie Secunet und Telekonnekt haben ebenfalls Zulassungen für solche TI-Gateways erhalten. Für größere Einrichtungen wie Krankenhäuser und Pflegeheime ist aber auch der Betrieb eines eigenen Highspeed-Konnektors möglich.
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Lokale Konnektoren durch Gateway-Zugängen zu ersetzen, ist ein Teil der Maßnahmen unter dem Schlagwort der TI 2.0, mit denen die Gematik die TI sicherer und performanter machen will. Die Umsetzung hat in diesem Jahr begonnen. Unter anderem ist auch die Umstellung auf eine Zero-Trust-Architektur geplant.
(axk)