Phone (4a), (4a) Pro und Headphone (a): Nothings neuer Dreierpack
Nothing stellt zwei neue Smartphones und einen Over-Ear-Kopfhörer. Alle drei ziehen die markante Designlinie durch, doch es kommt mehr Farbe ins Spiel.
Nothing Phone (4a)
(Bild: Steffen Herget / heise medien)
In London präsentiert Nothing seine Neuheiten für das Frühjahr. Dazu zählen zwei neue Smartphones der mittleren Preiskategorie und ein Kopfhörer. Ein neues High-End-Modell ist unterdessen nicht in Sicht, und daran wird sich so schnell auch nichts ändern.
Das Phone (4a) steckt in einem Gehäuse mit Metallrahmen und Glasflächen vorne und hinten. Das Display wird von Corning Gorilla Glass 7i geschützt, hinten hat sich Nothing für das günstigere Panda Glass 1681 entschieden. Die Rückseite ist transparent und zeigt das dahinterliegende Muster, aber keine technischen Details. Neben der Kamera, deren drei Objektive nebeneinander eingebaut sind, hat ein etwa zweieinhalb Zentimeter langer LED-Streifen Platz. Er dient als Benachrichtigungslicht. Eine rote LED zeigt an, dass die Kamera filmt. Das Gehäuse ist nach IP64 gegen Staub und Wasser geschützt, das Telefon darf 20 Minuten in 25 Zentimeter Tiefe tauchen.
Das OLED-Display des Nothing Phone (4a) mit 6,78 Zoll und unterstützt Bildwiederholraten zwischen 30 und 120 Hertz. Die Auflösung beträgt 2720 x 1224 Pixel, daraus ergibt sich eine Pixeldichte von 440 dpi. Nothing verspricht bis zu 1600 cd/m² Helligkeit im Regelbetrieb und eine maximale Punkthelligkeit von 4500 cd/m². Beides sind sehr gute Werte für ein Mittelklasse-Smartphone.
In die Hauptkamera baut Nothing einen 1/1,56 Zoll großen 50-Megapixel-Sensor vom Typ Samsung GN9 ein. Auch das Tele mit 3,5-facher optischer Vergrößerung bannt das Licht auf einen Samsung-Sensor, hier vom Typ JN5. In dem 8-Megapixel-Ultraweitwinkel steckt ein Sony IMX355. Selfies knipst das Smartphone mit maximal 32 Megapixel.
(Bild: Steffen Herget / heise medien)
Angetrieben wird das Phone (4a) von einem Qualcomm Snapdragon 7s Gen 4. Der Mittelklasse-Prozessor hat acht Rechenkerne und erreicht bis zu 2,7 GHz. Je nach Version wird er von 8 oder 12 GByte Arbeitsspeicher flankiert. Der Akku hat eine Kapazität von 5080 mAh und lädt mit maximal 50 Watt. Kabelloses Laden per Induktion unterstützen die neuen Nothing-Phones nicht.
Schwarz, Weiß, Blau und Pink sind Farben, die Nothing für das Phone (4a) anbietet. Insgesamt drei Speichervarianten hat das Unternehmen auf Lager: 8/128 GByte für 349 Euro, 8/256 GByte für 389 Euro und 12/256 GByte für 429 Euro. Die mittlere Version verkauft Nothing ausschließlich über Amazon. Zum Vergleich: Der Vorgänger kostete zwischen 329 und 379 Euro.
Nothing Phone (4a) Pro mit Alu-Gehäuse
Etwas weiter oben im Regal hat das Nothing Phone (4a) Pro seinen Platz. Das Smartphone steckt in einem Unibody-Gehäuse aus Aluminium, das sich stabil und hochwertig anfühlt. Die Nothing-typische Transparenz findet sich im oberen Drittel der Rückseite rund um die Kameras, die Nothing mit durchsichtigem Kunststoff umgibt. Auch hier stecken eine 50-Megapixel-Hauptkamera, ein Tele mit 3,5-fachem Zoom und ein 8-Megapixel-Ultraweitwinkel drin, die Hauptkamera besitzt allerdings einen Sony-Sensor vom Typ LYT-700 C.
Recht neben den Kameras hat Nothing ein kreisrundes Pixel-Matrix-Display eingebaut. Das erinnert an das Glyph-Matrix-Display des Phone (3), löst aber gröber auf und stellt nur 137 Bildpunkte in Graustufen dar. Dieses sogenannte Glyph Interface kann auf Anrufe hinweisen, Benachrichtigungen anzeigen und Timer visualisieren. Auch die Uhrzeit und weitere Dinge, etwa den Sonnenstand, kann das Glyph-Display darstellen.
(Bild: Nothing)
Als Prozessor kommt in der Pro-Variante der nur minimal schnellere Snapdragon 7 Gen 4 zum Einsatz, der einen um 100 MHz schnelleren Maximaltakt als der 7s im Phone (4a) schafft. Das Phone (4a) Pro hat zudem den schnelleren RAM (LPDDR5X vs. LPDDR4). Sein Display ist mit 6,83 minimal größer als das des Basismodells, das OLED-Panel stellt mit 2800 x 1260 Pixeln zudem ein paar Bildpunkte mehr dar. Die Helligkeit im Regelbetrieb liegt laut Hersteller auch hier bei 1600 cd/m², in der Spitze schafft das Pro mit 5000 cd/m² minimal mehr. Das dürfte man mit dem bloßen Auge jedoch kaum bemerken. Akku und Ladegeschwindigkeit unterscheiden sich nicht. Wie das (4a) wird auch das (4a) Pro mit Android 16 und Nothing OS 4.1 ausgeliefert. Drei große Android-Updates und sechs Jahre Sicherheitspatches will der Hersteller liefern.
In Deutschland bietet Nothing das Phone (4a) Pro in den Farben Schwarz, Silber und Pink und in zwei Speichervarianten an. Mit 8/256 GByte kostet das Smartphone 479 Euro, die größere Version mit 12 GByte Arbeitsspeicher und 512 GByte internem Speicher kostet 549 Euro. Wenn es das Budget hergibt, ist die größere Version die bessere, vor allem angesichts des größeren Arbeitsspeichers. Das Nothing Phone (3a) Pro war ab 359 Euro zu kaufen.
Übrigens: Die Nothing-Fans, die auf ein neues High-End-Smartphone als Nachfolger des Phone (3) warten, müssen sich noch länger in Geduld üben. In der Oberklasse will Nothing nur alle zwei Jahre ein neues Modell auf den Markt bringen.
(Bild: Steffen Hrget / heise medien)
Headphone (a) mit langer Akkulaufzeit
Mit dem Headphone (a) stellt Nothing den beiden Smartphones einen Kopfhörer zur Seite. Der Over-Ear-Kopfhörer besteht weitestgehend aus Kunststoff und setzt mit den bunten Plastikaufsätzen optisch Akzente. Technisch betrachtet ist der Akku das Prunkstück des Headphone (a). Mit 1060 mAh sollen mit eingeschaltetem ANC (Active Noise Cancellation) bis zu 75 Stunden Musikwiedergabe möglich sein. Wer die aktive Geräuschunterdrückung ausschaltet, kann laut Hersteller sogar 135 Stunden lang Musik hören – am Stück wohlgemerkt.
(Bild: Nothing)
Die Ohrkissen bestehen aus Memory Foam. Der Kopfhörer ist nach IP52 gegen Spritzwasser geschützt, untertauchen darf er nicht. Für die tiefen Frequenzen sind zwei 40-Millimeter-Treiber zuständig. Die Bedienung erfolgt über einen dreh- und drückbaren Schalter und eine Wippe, beide am rechten Ohrhörer angebracht. Der 310 Gramm schwere Headphone (a) besitzt fünf Mikrofone und ist Multi-Point-fähig, kann also zeitgleich mit zwei Zuspielern gekoppelt sein.
Der Headphone (a) kommt in den Farben Schwarz, Weiß, Pink und Gelb auf den Markt und kostet 159 Euro. Damit kostet er etwas mehr als die Hälfte dessen, was Nothing für ihren ersten Over-Ear-Kopfhörer, den Heaphone (1) verlangt, der weiter im Sortiment bleibt.
(sht)