E-Mobilität: Stellantis und Toyota brauchen Tesla nicht mehr für Flottenziele

Tesla verliert mit Stellantis und Toyota seine beiden größten Zahler im Emissionshandel. Sie konnten den Pool verlassen, weil sie ihre Grenzwerte einhalten.

vorlesen Druckansicht 7 Kommentare lesen
Opel Mokka Electric

Der Opel Mokka Electric ist eines der zahlreichen Elektroautomodelle aus dem Stellantis-Konzern.

(Bild: Florian Pillau / heise Autos)

Lesezeit: 2 Min.
close notice

This article is also available in English. It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Toyota und Stellantis haben sich aus dem CO₂-Emissionspool mit Tesla für 2026 zurückgezogen. Damit gehen Tesla seine beiden größten Nettozahler im Emissionshandel verloren. Ford, Honda, Mazda und Suzuki bleiben mit Tesla verbunden, sie erreichen ihre Emissionsziele voraussichtlich nicht.

Trends beim Elektroantrieb

Aufgrund der Regeln der EU für die CO₂-Flottenziele ist Emissionshandel ein gangbarer Weg. Dadurch können Hersteller, die ihren Flottengrenzwert überschreiten würden, mit Autoproduzenten zusammenarbeiten, die unterhalb ihrer individuellen Zielwerte liegen. Wenn beide (gegen Bezahlung) ihre Zahlen verrechnen, können die CO₂-Sünder ihr Ergebnis drücken und den sonst für Überschreitungen fälligen Strafzahlungen entgehen. Tesla mit seiner ausschließlich batterieelektrischen Palette und bisher hohen Verkaufszahlen wurde so ein sicherer Hafen für Toyota, Stellantis, Ford, Honda, Mazda, Subaru und Suzuki. Der Emissionshandel soll Tesla nach Schätzungen von Analysten der Bankengruppe UBS allein 2025 über eine Milliarde Euro eingebracht haben.

Videos by heise

Der Stellantis-Konzern kann sein voraussichtliches Grenzwert-Defizit von rund sechs Prozent wohl mithilfe des Elektroauto-Startups Leapmotor aus China kompensieren, mit dem er eng zusammenarbeitet und an dem er mit 51 Prozent beteiligt ist. Toyota war für eine Senkung seines Flottengrenzwerts zu langsam mit seiner Strategie, zunächst weiter auf Verbrennungsmotoren im Rahmen von Hybridantrieben zu setzen. Erst jetzt schaffte es der japanische Konzern auch mithilfe batterieelektrischer Suzuki-Modelle, die er unter eigenem Label verkauft, seine Werte nachhaltig zu drücken. Dazu sollen auch die eigenen Elektroautos Urban Cruiser und C-HR+ beitragen.

Sein Ziel für 2025 von 96,3 Gramm CO₂ pro Kilometer wird Toyota voraussichtlich fast genau erreichen. Sollten sich die Kompensationen nicht, wie erhofft, mit Eigenmitteln erreichen lassen, bleibt Toyota und Stellantis eine Hintertür: Sie dürfen theoretisch noch bis zum ersten Dezember 2026 zu Tesla zurückkehren.

(fpi)