Freitag: GPT-5.4 als KI für alle Fälle, erste Details zu WhatsApp-Premiumabo

GPT-5.4 vereint KI-Modelle + WhatsApp Plus mit Zusatzfunktionen + Xbox für PC-Spiele angekündigt + KI-Rechenzentren mit Windkraft im Ozean + Datenschutz-Podcast

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Ein offener Laptop wird von einer Person mit blauem Hemd bedient; über der Tastatur schweben der Schriftzug ChatGPT und einigen abstrakte Symbole; Freitag: OpenAI-Verbesserungen, WhatsApp-Bezahlabo, Microsoft-Konsolenneuheit, KI-Standort-Alternative & Datenschutz-Podcast

(Bild: CHUAN CHUAN/Shutterstock.com)

Lesezeit: 7 Min.

OpenAI veröffentlicht GPT-5.4, das Reasoning, Coding und Computer-Steuerung in einem Modell vereint und Konkurrenten in zahlreichen Benchmarks übertrifft. Für Nutzer dürften vor allem die nativen Computer-Use-Fähigkeiten und die deutlich verbesserte, hartnäckige, mehrstufige Web-Recherche interessant sein. Derweil gibt es erste Details zum optionalen Bezahlabo für WhatsApp, das verschiedene Design-Möglichkeiten, exklusive Sticker und Klingeltöne bieten wird. Nutzer von WhatsApp Plus können auch mehr Chats fixieren. Das sind allerdings nur zusätzliche Funktionen, WhatsApp selbst kann wie bislang kostenfrei genutzt werden. Die nächste Xbox-Generation wird dagegen ihren Preis haben, obwohl dieser bislang offen ist. Doch die neue Xbox-CEO Asha Sharma hat jetzt den Codenamen der neuen Xbox-Konsole bekannt gegeben. Dabei hat sie bestätigt, dass „Project Helix“ auch PC-Spiele abspielt. Das hätte einen klaren Mehrwert gegenüber der Playstation – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.

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Kaum zwei Tage nach dem Start von GPT-5.3 Instant – OpenAIs Reaktion auf das von vielen Nutzern als zu geschwätzig empfundene GPT-5.2, welches praktisch gleichzeitig mit Anthropic Opus 4.6 erschien – legt das Unternehmen erneut nach: GPT-5.4 ist da, und dieses Mal will OpenAI gleich mehrere Fronten auf einmal bespielen. GPT-5.4 soll kein inkrementelles Update sein, sondern bislang getrennte Modell-Linien zusammenbringen – Reasoning, Coding und Wissensarbeit in einem einzigen Frontier-Modell. Laut OpenAI löst GPT-5.4 dabei auch GPT-5.3-Codex-Spark als empfohlenes Modell für Entwickler ab. Das wohl auffälligste Novum ist, dass GPT-5.4 das erste allgemeine OpenAI-Modell mit nativen Computer-Use-Fähigkeiten ist: GPT-5.4 mit nativer Computer-Steuerung und besserer Effizienz für Profis ist da.

Wie OpenAI mit ChatGPT wird Meta Platforms auch WhatsApp neben der kostenfrei erhältlichen Version als kostenpflichtiges Premiumabo des Messengers anbieten. Dieses heißt „WhatsApp Plus“, wird jetzt berichtet. Gegen monatliche Gebühren in bislang unbekannter Höhe wird WhatsApp Plus den zahlenden Nutzern demnach mehrere Anpassungsmöglichkeiten beim Design der App bieten sowie exklusive Sticker und Klingeltöne mitbringen. Anwender können zudem mehr Chats als bislang für schnellen Zugriff fixieren. WhatsApp Plus soll für Android und iOS angeboten werden, aber bislang gibt es noch keine Informationen zum Einführungstermin. Allerdings scheint klar, dass WhatsApp auch ohne Abo weiterhin wie bisher kostenlos nutzbar bleibt, so der Bericht: WhatsApp Plus wird das kostenpflichtige Premiumabo des Messengers.

WhatsApp Plus (3 Bilder)

WhatsApp Plus: Icons & Designs (Bild:

WABetaInfo bei X

)

Gar nicht kostenfrei wird die neue Xbox-Generation, die unter dem Codenamen „Project Helix“ entsteht. Das ist die erste große Ankündigung der neuen Xbox-CEO Asha Sharma. Die neue Konsole soll neben Xbox-Spielen auch PC-Titel spielen, bestätigte Sharma. Entsprechende Hinweise gibt es schon seit Monaten. Sharmas Ankündigung bei X ist aber eher ein Teaser als eine volle Ankündigung der Next-Gen-Konsole von Microsoft. Es ist zumindest eine Bestätigung, dass überhaupt noch eine neue Xbox auf den Markt kommt. Aufgrund Microsofts Strategie, sich mehr auf Spiele-Publishing als den Hardware-Verkäufen zu konzentrieren, hatten einige Fans die Befürchtung, dass es gar keine neue Xbox mehr geben wird. Doch jetzt teast Microsoft eine neue Konsolengeneration: Project Helix spielt PC-Spiele.

Der KI-Boom befeuert weltweit die Nachfrage nach Rechenleistung. Zugleich sind die Serverfarmen aber gewaltige Strom- und Ressourcenfresser. Entwickler haben zunehmend Schwierigkeiten, Bauland, Energie und Wasser für den Bau und Betrieb großer Rechenzentren zu beschaffen. Das kalifornische Start-up Aikido Technologies, ein Anbieter von Offshore-Infrastruktur, glaubt, dass der Umzug aufs Meer einige der Herausforderungen lösen könnte. Das Unternehmen hat in dieser Woche eine neuartige schwimmende Offshore-Windplattform vorgestellt, die Rechenleistung für KI-Anwendungen mit schwimmender Windenergieerzeugung und integriertem Batteriespeicher kombiniert. Ein erster 100-Kilowatt-Prototyp wird in diesem Jahr vor Norwegen getestet: Der Ozean als Standort für KI-Rechenzentren.

In der neuen Episode des c't-Datenschutz-Podcasts arbeiten wir uns durch gleich mehrere aktuelle Datenschutzthemen. Wir besprechen ein Millionen-Bußgeld in Großbritannien gegen Reddit, weil die Plattform über Jahre hinweg keine wirksame Altersüberprüfung einsetzte und so Daten von Kindern unter 13 Jahren ohne Rechtsgrundlage verarbeitete. Vom Bußgeld leiten die beiden über zum Thema Altersverifikation und sprechen über den Identitätsprüfer Persona. Solche Dienste könnten weit mehr Daten sammeln und weitergeben, als Nutzer ahnen. Zudem geht es um das Jugendschutzkonzept der SPD zu Social-Media-Einschränkungen für Teenager, die Entwicklung der Chatkontrolle der EU und das Omnibus-Paket zur DSGVO-Reform. Das sind die Themen der Auslegungssache 154: Alterskontrollen, Meta-Schadenersatz und der Omnibus-Streit.

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