Festnahme in der Karibik: Mann soll Kryptogeld der US-Regierung gestohlen haben

Ein 25-Jähriger soll seinen Job als Auftragnehmer der US-Regierung ausgenutzt haben, um konfisziertes Kryptogeld zu entwenden. Jetzt wurde er festgenommen.

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Jacke mit FBI-Schirftzug

(Bild: Dzelat/Shutterstock.com)

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This article is also available in English. It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

In Zusammenarbeit mit dem FBI ist auf der Karibikinsel St. Martin ein Mann festgenommen worden, der der US-Regierung Kryptogeld im Wert von mehr als 46 Millionen US-Dollar gestohlen haben soll. Das hat FBI-Chef Kash Patel auf dem Kurznachrichtendienst X publik gemacht und zwei Fotos zu der Operation geteilt. Das eine zeigt den Mann, dessen Identität seit Anfang des Jahres öffentlich war, das andere einen Koffer mit Bargeld und verschiedener Elektronik. Der Festgenommene ist laut Bloomberg der Sohn eines US-Unternehmers, dessen Firma 2024 einen Auftrag zur Verwaltung beschlagnahmter Vermögenswerte des United States Marshals Service erhalten hat. Genau dieser Polizeibehörde soll der Festgenommene beschlagnahmte Kryptowerte gestohlen haben.

Laut Bloomberg hat der jetzt festgenommene Mann auch selbst für den United States Marshals Service gearbeitet, die Polizeibehörde ist hauptsächlich für beschlagnahmte Vermögenswerte der US-Regierung verantwortlich. Der Mann hat sich demnach um das Kryptogeld gekümmert, das im Verfahren gegen die Verantwortlichen des Kryptowährungs-Mixers Samourai Wallet konfisziert wurde. In dem Zuge sei Kryptogeld im Wert von mehr als 46 Millionen US-Dollar transferiert worden, was augenscheinlich auch funktioniert habe. In Wahrheit habe der Mann das Geld entwendet und habe das Land verlassen. Erst als das aufgefallen sei, habe das FBI die Suche nach ihm begonnen.

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Auf Basis von Blockchain-Analysen hat dann Anfang des Jahres ein bekannter Kryptobetrugsforscher, der online unter dem Pseudonym ZachXBT auftritt, die Verbindung zu dem Mann hergestellt. Der behauptet jetzt, dass der mutmaßliche Dieb ihn daraufhin über Telegram verhöhnt habe. Er habe ihm sogar Teile der Beute geschickt, um ihn als Komplizen zu diffamieren. Nach der Mitteilung des FBI-Chefs fühlt sich ZachXBT jetzt aber einmal mehr bestätigt. Der FBI-Chef verspricht noch, dass man weiterhin rund um die Uhr mit Partnern in aller Welt daran arbeite, all diejenigen aufzuspüren und festzunehmen, die US-Steuerzahlende betrügen.

(mho)