Homematic IP guckt mit eigenen WLAN-Kameras und leuchtet mit smarten GlĂĽhbirnen

Erste Sicherheitskameras und LED-Birnen, neues Smart Lock, Touch-Wanddisplays und mehr: Homematic IP baut das Smart-Home-System mit ĂĽber 20 neuen Produkten aus.

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Homematic IP bringt sechs Kameras fĂĽr drinnen und drauĂźen, die sich direkt in der System-App bedienen und automatisieren lassen.

(Bild: Bild: eQ-3)

Lesezeit: 3 Min.
Von
  • Berti Kolbow-Lehradt
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This article is also available in English. It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Auf der Messe Light + Building stockt der Hersteller eQ-3 das Smart-Home-System seiner Marke Homematic IP kräftig auf. Fünf Sicherheitskameras und eine Video-Türklingel behalten alles rund ums Haus im Blick. Bunt erleuchten kann man es mit smarten LED-Birnen. Weil diese Geräte nun erstmals aus eigenem Hause statt von Partnermarken stammen, lassen sie sich besser mit der System-App steuern als bisher. Um die Türsicherheit kümmert sich ein verbessertes Smart Lock. Überfluteten Böden soll ein Wasserstoppventil vorbeugen. Neue Unterputz-Schaltaktoren und Touchdisplays für die Wand machen wichtige Funktionen per Fingerdruck zugänglich. Zudem versteht das System bald MQTT und Modbus.

Der „Türschlossantrieb Pro“ ist eine weniger klobige Version des bisherigen Smart Locks ohne Namenszusatz. Zudem bietet der Neuzugang eingebaute Lage- und Erschütterungssensoren, die ohne externe Komponenten angelehnte Türen und gewaltsame Einbruchsversuche erkennen sollen.

Das Smart Lock mit dem Namenszusatz „Pro“ wirkt nicht ganz so klobig wie das bisherige Modell und erkennt mit integrierten Sensoren, ob die Tür angelehnt ist oder aufgebrochen wird.

(Bild: Bild: eQ-3)

Zu den neuen Sicherheitsoptiken gehören neben einer Video-Türklingel zwei Kameras für drinnen, darunter je eine mit Namenszusatz „Basic“ und „Plus“ und bisher unklarer Unterscheidung. Darüber hinaus gibt es drei Außenkameras. Davon hat eine zusätzlich Flutlicht an Bord, eine arbeitet mit Akkubetrieb. Alle Modelle sind laut Hersteller „hochauflösend“, erfassen Bewegungen und Personen, bieten Zwei-Wege-Audio und eine Nachtsicht.

Gegenüber den bislang kompatiblen Kameras der Partnermarke Ezviz stellen der höhere Bedienkomfort und Funktionsumfang eigener Geräte einen Vorteil dar. Außer einen Zugriff auf den Livestream erlauben die Neuzugänge das Zusammenspiel mit weiteren Homematic-IP-Geräten, etwa einen Aufnahmestart, wenn ein smarter Rauchmelder Alarm schlägt.

Um sauberes und in sichere Bahnen gelenktes Leitungswasser kümmert sich die neue „Homematic IP Wasserstopp und Versorgungseinheit“. Außer den Durchfluss im Notfall komplett zu stoppen, kann das Gerät zusätzlich den Druck mindern und mit einem Rückspülfilter Schmutzpartikel entfernen.

Nach LED-Streifen fürs Dekolicht bietet Homematic IP nun klassische Lampen für die Grundbeleuchtung. Mit E27 und GU10 deckt der Hersteller zwei gängige Lampenfassungen ab. Derartige Leuchtmittel kann man zwar bisher auch von Philips Hue beziehen und einbinden, allerdings nur zehn Stück gleichzeitig und über den Umweg eines Gateways und einer Cloud-to-Cloud-Schnittstelle der Partnermarke. Demgegenüber lassen sich die Neuzugänge direkt in das System von Homematic IP einbinden.

Außer auf App-Kommandos reagieren die Leuchtmittel etwa auf Schalter zum Anfassen. Auf der Light + Building hat der Hersteller neue Dimmereinsätze und -aufsätze sowie Touchdisplays in Schalterbauweise im Gepäck. Letztere lassen sich außer per Wanddrähten erstmals auch via Funk vernetzen.

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Die meisten Geräte nutzen das Herstellerprotokoll auf Basis von 868 MHz. Einzig die Kameras und Leuchtmittel funken mit WLAN (2,4 GHz). Für den Kontakt zum Heimnetz ist in jedem Fall eine Schaltzentrale von Homematic IP nötig. Wer die Variante namens Home Control Unit wählt, kann ab dem dritten Quartal 2026 via Modbus unter anderem Wärmepumpen und Klimageräte anderer Marken koppeln. Dann soll auch die MQTT-Schnittstelle fertig sein.

Zwischen April und September ist der Marktstart der neuen Lampen, Wandschalter, Videokameras und des TĂĽrschlossantriebs geplant. Die Wasserstoppeinheit erscheint diesen Monat fĂĽr rund 1000 Euro. Weitere Preise stehen nicht fest.

(nen)