Bluesky: CEO Jay Graber tritt ab, Kapitalgeber soll Suche nach Nachfolge leiten

Jay Graber ist das Gesicht von Bluesky, sie leitet das soziale Netz seit 2021. Jetzt tritt sie ab, ein Interims-CEO soll die Suche nach einer Nachfolge leiten.

vorlesen Druckansicht 3 Kommentare lesen
Bluesky-Startbildschirm auf einem Smartphone

(Bild: Diego Thomazini/Shutterstock.com)

Lesezeit: 3 Min.
close notice

This article is also available in English. It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Jay Graber tritt als CEO von Bluesky ab und wird vom ehemaligen Geschäftsführer von Automattic abgelöst, der die Suche nach einer dauerhaften Nachfolge leiten soll. Toni Schneider ist inzwischen Risikokapitalgeber und hat Bluesky sowie Graber persönlich seit mehr als einem Jahr beraten, schreibt die jetzt in einem Blogeintrag. Sie selbst will als Chief Innovation Officer „neue Ideen erkunden und Visionen zum Leben erwecken“, die bisherige Arbeit sei nur der Anfang gewesen. Der Kurznachrichtendienst werde jetzt langsam erwachsen und in der Phase benötige Bluesky einen erfahrenen Leiter, „der sich auf Skalierung und Umsetzung konzentriert“. Schneider hat versichert, dass er zutiefst an das glaube, was das Bluesky-Team gebaut hat.

Empfohlener redaktioneller Inhalt

Mit Ihrer Zustimmung wird hier ein externer Inhalt geladen.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Empfohlener redaktioneller Inhalt

Mit Ihrer Zustimmung wird hier ein externer Inhalt geladen.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Graber erklärt ihr Ausscheiden als CEO mit der Erkenntnis, dass Menschen „erfolgreich sind, wenn sie eine Rolle ausüben, in der ihre Leidenschaften mit ihren Stärken übereinstimmen“. Das gelte für sie genauso wie für ihr Team. Deshalb wolle sie wieder neue Sachen bauen, während andere sich darum kümmern, dass Bluesky und die damit verbundene Infrastruktur weiter wachsen. Sie erinnert noch daran, dass sie seit sieben Jahren an der Technik arbeitet. Schneider habe als Chef der Firma hinter Wordpress.com dabei geholfen, das Internet einen besseren und partizipatorischen Ort zu machen. Er verstehe, was es bedeute, ein Unternehmen um eine Mission zu bauen. Sie sei zuversichtlich, dass er die richtige Person für den Weg ins nächste Kapitel sei.

Videos by heise

Bluesky ist einer von mehreren Kurznachrichtendiensten, die mit dem großen Vorbild X konkurrieren und an das Nutzererlebnis von Twitter anknüpfen wollen. Mit über drei Millionen aktiven Konten ist es dabei zwar deutlich kleiner als Threads von Meta, fühlt sich gleichzeitig aber in öffentlichen Debatten mindestens so relevant an. Gleichzeitig ist die technische Grundlage von Bluesky aber so offen, dass andere Dienste darauf aufgesetzt werden können. Zudem können Nutzer und Nutzerinnen eigene Server aufsetzen und damit die Kontrolle über ihre Inhalte behalten. Über einen Umweg kann Bluesky sogar an das Fediverse angebunden werden, Nutzer und Nutzerinnen können dann direkt unter anderem mit Konten auf Mastodon kommunizieren.

(mho)