Nach Launch-Rekord: EA entlässt Entwickler bei „Battlefield“-Studios
„Battlefield 6“ legte im Herbst den stärksten Marktstart der Seriengeschichte hin, schwächelte zuletzt aber etwas. Nun kürzt EA bei mehreren Studios Stellen.
(Bild: EA)
Electronic Arts schrumpft die „Battlefield“-Studios zusammen: Nach dem erfolgreichen Launch von „Battlefield 6“ im vergangenen Herbst müssen nun Angestellte bei mehreren Entwickler-Teams ihren Job aufgeben.
Einen entsprechenden IGN-Bericht hat EA mittlerweile bestätigt. Der US-Publisher macht keine Angaben dazu, wie viele Personen entlassen werden. „Wir haben innerhalb unserer Battlefield-Organisation gezielte Änderungen vorgenommen, um unsere Teams besser auf das auszurichten, was unserer Community am wichtigsten ist“, schreibt EA in dem Statement. „Battlefield“ behalte hohe Priorität.
Laut IGN treffen die Entlassungen mehrere Studios, die zusammen an „Battlefield 6“ arbeiteten – darunter Criterion, DICE, Ripple Effect und Motive Studios. Dem Bericht zufolge bleiben alle dieser Studios aktiv, komplett geschlossen werden sie also nicht. Allerdings seien innerhalb der Studios mehrere Teams und Büros betroffen.
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Rekord-Start, aber maue Entwicklung
Im vergangenen Oktober legte Electronic Arts hat mit „Battlefield 6“ den erfolgreichsten Launch in der Geschichte der Shooter-Reihe hin: In den ersten drei Tagen hatte sich der Multiplayer-Shooter über 7 Millionen Mal verkauft. Am Launch-Wochenende absolvierten die Spieler laut EA-Mitteilung 172 Millionen Online-Matches, während Streams des Spiels mehr als 15 Millionen Stunden sammelten. In den USA wurde „Battlefield 6“ zum meistverkauften Spiel des vergangenen Jahres.
Doch ein Blick in die SteamDB zeigt exemplarisch, wie negativ sich die Spielerzahlen im Lauf der Monate entwickelten: Zum Start spielten gut 700.000 Menschen „Battlefield 6“ auf Steam gleichzeitig, zuletzt waren es nur noch 50.000 zu Stoßzeiten. Dass Live-Service-Spiele wie „Battlefield 6“ im Lauf der Monate Spieler verlieren, ist nicht ungewöhnlich. Allerdings wandte sich auch das Narrativ um „Battlefield 6“ zum Schlechteren: Der Online-Shooter, der mit weitgehend positiven Rezensionen gestartet war, wurde zuletzt von weniger als 50 Prozent der Steam-Spieler empfohlen. Die Community ist mit der Weiterentwicklung also unzufrieden. Zu den häufigsten Kritikpunkten gehören Balance-Probleme.
Die Entwicklung eines Videospiels wie „Battlefield 6“ erfordert deutlich mehr Ressourcen und Entwicklungsarbeit als die Weiterführung eines bestehenden Live-Service-Titels. Der Fall von „Battlefield 6“ zeigt, dass selbst der Erfolg eines Spiels keine Garantie für sichere Arbeitsplätze ist.
(dahe)