DLSS 4.5: Nvidia veröffentlicht dynamische Frame Generation am 31. März

Nvidia veröffentlicht den zweiten Teil seiner DLSS-4.5-Suite am 31. März. Neu ist dann die Möglichkeit, den Faktor der Frame Generation dynamisch einzustellen.

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Nvidia-Logo an einer Hauswand

(Bild: gguy/Shutterstock.com)

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This article is also available in English. It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Nvidia veröffentlicht am 31. März neue Grafik-Features in der Nvidia-App: Nutzer können die Bildrate per Frame Generation dann bis zu sechsfach erhöhen – bislang war vierfache Frame Generation das Maximum. Neu ist dann außerdem die Möglichkeit, den Faktor der Frame Generation dynamisch so einzustellen, dass er eine anvisierte Bildrate automatisch hält.

Die Neuerungen sind Teil der KI-Suite DLSS 4.5, deren erste Features mit verbessertem Upscaling Nvidia bereits Anfang des Jahres veröffentlicht hatte. Die restlichen Features reicht Nvidia nun Ende März nach, kündigte das Unternehmen an. Um die neuen Funktionen am 31. März nutzen zu können, muss man sich für die Beta der Nvidia-App anmelden. Dazu muss man in den App-Einstellungen nur einen Haken setzen.

Frame Generation ist ein KI-Verfahren, bei dem Nvidia-Grafikkarten mithilfe von Bewegungsvektoren Bilder zwischen gerenderte Frames einfügen. Ursprünglich war nur zweifache Frame Generation verfügbar: Hier legt die RTX-Grafikkarte ein KI-generiertes Bild zwischen zwei gerenderte Frames. Die resultierende Bildrate verdoppelt sich also nach Abzug der für Frame Generation nötigen Performance-Kosten.

Allerdings profitieren Nutzer bei diesen „künstlichen Frames“ nicht vollumfänglich von den eigentlichen Vorteilen höherer Bildrate: Zwar sieht das Bild flüssiger aus, die Eingabeverzögerung wird aber nicht geringer, sondern in der Regel etwas höher. Zudem können interpolierte Frames Artefakte aufweisen. Faustregel: Damit Frame Generation überhaupt Sinn ergibt, sollte man vor Einschalten der Funktion etwa 50 bis 60 FPS haben. Bei niedrigerer Bildrate sind die KI-Artifakte der „Fake Frames“ deutlicher sichtbar.

Mittlerweile kann man FPS per Frame Generation nicht mehr nur verdoppeln, sondern sogar verdrei- und vervierfachen. Die Grafikkarte legt dann schlicht mehr KI-Bilder zwischen zwei gerenderte Bilder. Mit DLSS 4.5 kann man die FPS sogar bis zu versechsfachen – das ergibt aber nur dann Sinn, wenn man einen Monitor mit sehr hoher Bildwiederholfrequenz hat – also 360 Hertz oder aufwärts.

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Auch auf anderen Monitoren ist eine neue Funktion praktisch, die die Zahl der generierten Frames dynamisch an das Spielgeschehen anpasst. Je nach Ausgangsbildrate werden dabei zweifache, dreifache oder bis zu sechsfache Frames interpoliert, um die Bildwiederholfrequenz eines Monitors oder eine vom Nutzer manuell eingestellte Bildrate voll auszufüllen. So stellt die Nvidia-GPU einerseits sicher, dass eine anvisierte Bildrate stabil gehalten wird und gleichzeitig weniger unnötige Frames generiert werden, was die tatsächliche Ausgangsbildrate in den Keller drücken würde.

Wer auf einem 240-Hz-Monitor mit sechsfacher Frame Generation spielt, kann maximal 40 „echte Frames“ erzielen (in der Praxis tatsächlich nur 37, weil Nvidia Reflex die Bildwiederholfrequenz bei aktivierter Frame Generation in diesem Szenario auf 224 festlegt) – auch wenn der PC grundsätzlich in der Lage wäre, mehr zu erreichen. In leicht zu rendernden Szenen könnte die dynamische Frame Generation beispielsweise automatisch auf vierfache Frame Generation umstellen, um 60 (beziehungsweise 56) echte Frames rendern zu lassen, bevor KI-Frames dazwischen gelegt werden.

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