Pixel: Google drosselt Laden bei 80-Prozent-Limit massiv

Google hat das Ladeverhalten mit dem Update auf Android 16 QPR3 für Pixel-Smartphones verändert, wenn die Funktion „auf 80 Prozent begrenzen“ eingestellt ist.

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Pixel 10 Pro mit Akkueinstellungen

Google dreht wieder an den Akkueinstellungen.

(Bild: Andreas Floemer / heise medien)

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This article is also available in English. It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Google bietet für seine Pixel-Smartphones eine Akkuschonfunktion an. Mit der Einstellung wird das Laden des Akkus auf 80 Prozent der maximalen Kapazität begrenzt, um die langfristige Leistungsfähigkeit des Akkus möglichst lange zu erhalten. Nach dem Einspielen des Pixel Drops (Android 16 QPR3) berichten Nutzer, dass es mit dieser Einstellung viel länger dauert, bis der Akku 80 Prozent seiner Kapazität erreicht hat. Das ist Absicht, erklärt Google.

Einige Nutzerinnen und Nutzer von Googles Pixel-Smartphones beschweren sich auf Reddit darüber, dass das Aufladen im „Akkuschonmodus“ viel länger dauert als bisher. Es heißt, dass nach dem Pixel-Drop-Update von Anfang März Pixel-Smartphones mit aktivierter 80-Prozent-Ladeoptimierungsfunktion bei normaler Ladegeschwindigkeit einen Ladezustand von über 70 Prozent erreiche. Sobald das Smartphone jedoch die 77- oder 78-Prozentmarke erziele, verlangsame sich der Ladevorgang erheblich. Ein Nutzer eines Pixel 10a schreibt auf Reddit etwa, dass sein Smartphone „etwa eine Stunde“ benötige, um von 77 auf 80 Prozent zu laden. Ein Redditor hat einen Screencast des Ladeverhaltens aufgenommen, der zeigt, dass die Ladeleistung nach Erreichen von 77 Prozent auf 0,8 Watt fällt. Kurz vor der Marke lieferte das Ladegerät noch bis zu 12 Watt.

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Dieses neue Ladeverhalten ist laut Google kein Bug, sondern Absicht, wie das Unternehmen im Issuetracker schreibt. Es handelt sich um eine bewusste Änderung seitens Google.

„Es dient der Verwaltung der Batteriegesundheit und sollte die normale Nutzung des Geräts nicht beeinträchtigen. Wir arbeiten derzeit daran, diese Benutzererfahrung zu optimieren“, schreibt das Unternehmen. Der Hersteller hat daher das Ticket geschlossen. Nutzerinnen und Nutzer wünschen sich darin jedoch eine Rückabwicklung des tröpfelnden Ladeverhaltens oder zumindest eine Option, dies abschalten zu können. „Bitte ändern Sie dieses Verhalten oder geben Sie mir zumindest die Möglichkeit, dies abzulehnen,“ schreibt etwa ein Nutzer.

Wie Nutzer überdies schreiben, wirke sich das neue Verhalten negativ auf das sogenannte Bypass-Laden aus. Mit dieser Funktion wird das Smartphone nach Erreichen der vollen Ladekapazität mit Strom aus dem Ladegerät betrieben, ohne den Akku weiter aufzuladen. Da der Akku bei einer Ladung von knapp unter 80 Prozent nur sehr langsam aufgeladen wird, erreicht er möglicherweise nie seine volle Ladung, wenn das Smartphone während des Ladevorgangs benutzt wird.

Google hatte in den vergangenen Jahren mit allerhand Akku-Problemen einiger Pixel-Modelle zu kämpfen. Eines der ersten Modelle mit fehleranfälligem Akku war das Pixel 4a, für das im Januar 2025 ein Update verteilt wurde, das vor Überhitzung schützen soll. Auch das Pixel 6a ist von einem ähnlichen Problem betroffen. Zudem hatte Google im April 2025 über Probleme mit dem Pixel 7a informiert: Akkus einiger Pixel-7a-Smartphones können aufblähen. Für betroffene Geräte hat das Unternehmen ein erweitertes Reparaturprogramm ins Leben gerufen.

Im April 2025 kündigte Google zudem an, dass die Ladespannung von Pixel-Akkus nach 200 Ladezyklen reduziert wird. Damit soll die Lebensdauer der Geräte erhöht werden.

(afl)