„Pokémon Pokopia“: Nintendo-Kurs steigt nach erfolgreichem Release
„Pokémon Pokopia“ wird für Nintendo ein Überraschungs-Hit: Der Aktienkurs steigt nach dem Release. Die physische Edition ist offenbar besonders begehrt.
(Bild: Nintendo)
Nintendo scheint mit „Pokémon Pokopia“ einen überraschenden Erfolg gelandet zu haben: Die physische Game-Card-Version des Life-Sim-Spiels für die Switch 2 ist weltweit nur schwierig zu bekommen, weil Nintendo offenbar die Nachfrage unterschätzt hat. Der Aktienkurs von Nintendo ist seit dem Release von „Pokémon Pokopia“ am 5. März um über 10 Prozent gestiegen. Auch der Aktienkurs von Entwickler Koei Tecmo legte um knapp 10 Prozent zu.
„Pokémon Pokopia“ ist ein Lebenssimulationsspiel im Stil von „Animal Crossing“ – mit Taschenmonstern. Spieler schlüpfen in die Rolle des Gestaltwandler-Pokémons Ditto und müssen die weitgehend zerstörte Spielwelt wieder aufbauen und Habitats für andere Taschenmonster errichten. Das Spiel wurde gemeinsam von Koei Tecmos Studio Omega Force und Game Freak entwickelt.
Preis steigt in den USA
Nintendo und Omega-Force-Mutter Koei Tecmo haben bislang keine offiziellen Verkaufszahlen von „Pokémon Pokopia“ veröffentlicht. Allerdings deutet die Lieferknappheit der physischen Editionen darauf hin, dass „Pokopia“ sich deutlich besser verkauft, als Nintendo und Koei Tecmo erwartet hatten.
In den USA soll die Nachfrage sogar dafür gesorgt haben, dass Amazon den Preis für die physische Edition von „Pokémon Pokopia“ nach oben geschraubt hat, berichtet IGN. Demnach verlangt Amazon nun 80 US-Dollar statt der ursprünglich aufgerufenen 70 US-Dollar. Die digitale Ausgabe wird weiterhin für 70 US-Dollar angeboten.
In Deutschland kann man sowohl die Datenträger-Variante als auch die digitale Version von „Pokémon Pokopia“ (ab 64,99 €) für 70 Euro bei Amazon kaufen. Wer „Pokopia“ auf Datenträger kaufen möchte, muss sich aber auf etwas längere Wartezeiten einstellen: Amazon spricht aktuell von über einer Woche Lieferzeit.
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„Pokopia“ als möglicher System Seller
Der steigende Aktienkurs von Nintendo dürfte auf die Hoffnung zurückzuführen sein, dass sich „Pokémon Pokopia“ zu einem sogenannten „System Seller“ entwickelt – also einem Spiel, das auch die Nachfrage nach Konsolen ankurbelt. Die Switch 2 hat sich weltweit bis Ende 2025 gut 17 Millionen Mal verkauft[Link auf Beitrag 5020996]. Das ist ein guter Start, reicht aber nicht an den Wirbel um die Vorgängerkonsole heran.
Zudem geriet die Nintendo-Aktie wegen der Speicherkrise und der US-Zölle unter Druck, die die Gewinnmargen des japanischen Unternehmens stutzen. Wie viele andere Firmen hat Nintendo die US-Regierung nach der Entscheidung des US Supreme Court, die Trump-Zölle als teilweise rechtswidrig zu erklären, verklagt. Nintendo fordert durch die Zölle verlorene Gewinne mit Zinsen zurück. Um welche Summe es dabei geht, ist offen.
(dahe)