Eclipse IDE 2026-03: Mehr Refactoring und individuelles Syntax-Highlighting

Das Quartals-Release der Eclipse IDE 2026-03 bringt neben Fehlerbereinigungen einige Neuerungen wie die Java-Refactoring-Funktion „Convert Class to Record“.

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(Bild: Eclipse Foundation)

Lesezeit: 3 Min.
Von
  • Holger Voormann
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This article is also available in English. It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Eclipse, die Open-Source-IDE für Java, C/C++ und andere Programmiersprachen, ist in der Version 2026-03 erschienen. Sie ist nicht nur als eigenständige Entwicklungsumgebung verfügbar, sondern ihre Komponenten stecken auch in anderen Entwicklungswerkzeugen. So basieren etwa die Java-Sprachunterstützung in Visual Studio Code und dessen Forks wie Cursor auf Eclipse. Neben kleineren Verbesserungen bei der Bedienung gibt es eine neue Java-Refactoring-Funktion, um eine Klasse mit unveränderlichen Daten in einen Datentyp record umzuwandeln. Neu sind außerdem benutzerdefinierte Vorlagen für das Syntax-Highlighting, die die Eclipse IDE für gut 40 Programmiersprachen bietet.

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Das Release bietet noch keine Unterstützung für Java 26, das am 17. März erscheinen soll. Eine Vorabversion wird voraussichtlich zum offiziellen Start der kommenden Java-Version über den Eclipse-Marketplace verfügbar sein.

Neu ist die Java-Refactoring-Funktion „Convert Class to Record“. Sie lässt sich über das Haupt- oder Kontextmenü unter Refactor aufrufen und ist zudem als Quick-Assist-Vorschlag verfügbar Strg+1. Ebenfalls neu sind die beiden Quick-Assist-Vorschläge zum Deaktivieren und erneuten Aktivieren von JUnit-Testmethoden. Beim Debuggen gibt es zwei kleinere Verbesserungen, die die Bedienung betreffen. Hält der Debugger an einem der im vorherigen Release eingeführten Lambda Entry Breakpoints, markiert der Editor nun den Lambda-Ausdruck statt wie bisher die ganze Zeile. So lässt sich erkennen, an welchem Lambda-Ausdruck der Debugger gestoppt hat, wenn es mehrere verkettete Lambda-Ausdrücke in einer Zeile gibt. Neu ist zudem, dass man Variablen und Ausdrücke aus den Ansichten „Variables“ und „Expressions“ per Drag & Drop in die Debug Shell ziehen kann.

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In den Einstellungen lassen sich unter TextMate | Templates individuelle Vorlagen für das Syntax Highlighting erstellen. Anschließend sind sie bei der Codevervollständigung mit Strg+Leertaste verfügbar. Das Icon der Konsolenansicht ändert sich je nach aktuell aktiver Konsole. Das ist insbesondere hilfreich, wenn mehrere Konsolenansichten geöffnet sind.

Da Tags bei Git üblicherweise für die Versionierung dienen und höhere Versionen meist interessanter sind, listet die IDE sie neuerdings absteigend statt aufsteigend auf. Für die Fetch-Operation gibt es eine neue Option, die das Ergebnis per Benachrichtigung statt per Dialog anzeigt.

Für Windows, Linux und macOS bietet die Eclipse Foundation jeweils zehn erweiterbare Basispakete der Entwicklungsumgebung für unterschiedliche Einsatzzwecke an. Die Pakete enthalten alles, was zum Ausführen von Eclipse und zum Entwickeln erforderlich ist: Java 21 und Git, sowie in den Java-IDE-Paketen zusätzlich Maven und Gradle. Die Eclipse-IDE-Pakete sind als Eclipse Installer und als ZIP-Dateien verfügbar.

Eine bestehende Eclipse IDE lässt sich über Help | Check for Updates aktualisieren. Weitere Informationen und die Neuerungen von den am Release beteiligten Eclipse-Projekten finden sich auf der Webseite zur Eclipse-IDE.

(rme)