Google baut Gemini in Docs, Sheets, Slides und Drive aus

Google erweitert Gemini in Docs, Sheets, Slides und Drive um zahlreiche Funktionen – von KI-Entwürfen über Tabellenoptimierung bis zur semantischen Suche.

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Dokumente mit Comic-Symbolen, blauer Hintergrund

(Bild: heise medien)

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This article is also available in English. It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Google integriert seinen KI-Assistenten Gemini stärker in die Workspace-Anwendungen Google Docs, Sheets, Slides und Drive. Die neuen Funktionen greifen auf Inhalte aus Gmail, Chat, Drive und dem Web zu, um Entwürfe zu erstellen, Tabellen zu analysieren und Präsentationen zu generieren. Die Beta startet am 10. März 2026 zunächst auf Englisch für Nutzer von Gemini Alpha (Business) sowie Google AI Pro und Ultra.

In Docs führt Google gleich mehrere Gemini-Funktionen ein, wie das Unternehmen in einem Blogbeitrag zu den Workspace-Updates erläutert. „Help me create“ generiert erste Entwürfe auf Basis von Daten aus Drive, Gmail, Chat und dem Web. „Help me write“ ist für das gezielte Überarbeiten bestehender Texte gedacht. Darüber hinaus passt „Match writing style“ den Ton an einen einheitlichen Schreibstil an, während die Formatierung automatisch an Vorlagen angeglichen werden kann. Alle Bearbeitungen bleiben privat, bis der Nutzer sie explizit für Dritte freigibt.

In Sheets baut und bearbeitet Gemini künftig komplette Tabellen per natürlicher Sprache. Die Funktion „Fill with Gemini“ füllt Daten laut Google bei 100 Zellen neunmal schneller als manuell. Hinzu kommt die Integration von OR-Tools aus Google DeepMind und Google Research: Damit löst Gemini Optimierungsaufgaben wie das Zuteilen von Mitarbeitern zur Gewinnmaximierung unter Verfügbarkeitsregeln. Auf dem SpreadsheetBench-Benchmark erreicht Gemini eine Erfolgsrate von 70,48 Prozent und nähert sich damit laut Google menschlicher Expertise an.

In Slides generiert Gemini Folien, deren Layout an das Design bestehender Präsentationen angepasst wird. Demnächst soll eine „Generate presentation“-Funktion komplette Präsentationen aus Beschreibungen und Workspace-Daten erstellen – inklusive markenkonformem Design.

Für Drive kündigt Google zwei Neuerungen an: AI Overviews liefern bei Suchanfragen semantische Zusammenfassungen mit Quellenangaben statt bloßer Dateilisten. „Ask Gemini“ durchsucht Drive-Dateien, Gmail, Calendar und Chat, wobei sich Ergebnisse filtern und Projekte speichern lassen. Diese Drive-Funktionen starten zunächst in den USA.

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Google betont, dass die Workspace-Datenschutzstandards gelten: Nutzerdaten trainieren keine Modelle, Zugriffe respektieren Berechtigungen und DLP-Richtlinien. FĂĽr EU-Nutzer gelten DSGVO-konforme Garantien einschlieĂźlich Datenresidenz. Die Features stehen weltweit zur VerfĂĽgung, ausschlieĂźlich die neuen Drive-Features sind US-Anwendern vorbehalten. Allerdings mĂĽssen Nutzer sie auf Englisch einsetzen, zur UnterstĂĽtzung weiterer Sprachen macht Google keine Angaben.

Mit dem Funktionsumfang positioniert sich Google in direkter Konkurrenz zu Microsoft 365 Copilot, der ähnliche KI-gestützte Generierung in Word, Excel und PowerPoint bietet. Ergänzend dazu hat Google kürzlich mit gws ein Open-Source-CLI-Tool für Workspace veröffentlicht, das KI-Agenten unterstützt.

(fo)