Unzufrieden mit Performance: Meta verschiebt angeblich Freigabe von KI-Modell

Eigentlich wollte Meta im März das nächste KI-Modell „Avocado“ freigeben. Weil dessen Performance nicht überzeugt hat, soll es angeblich erst im Mai kommen.

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Meta-Logo und -Schriftzug auf Smartphone, das auf Tastatur liegt.

(Bild: JarTee/Shutterstock.com)

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Bei Meta ist man unzufrieden mit der Leistungsfähigkeit des nächsten KI-Modells, weswegen die Technik mit dem Codenamen Avocado zwei Monate später veröffentlicht werden soll als geplant. Das berichtet die New York Times unter Berufung auf interne Quellen. Eigentlich sollte das KI-Modell noch im März erscheinen, jetzt werde eine Freigabe für Mai geplant, heißt es in dem Bericht. Grund für die Verschiebung ist demnach die unzureichende Performance im Vergleich zur aktuellen KI-Technik der Konkurrenz von Google, OpenAI und Anthropic in den Bereichen Reasoning, Coding und Schreiben. Intern sei deshalb sogar schon diskutiert worden, temporär die Google-KI Gemini für Metas KI-Produkte zu lizenzieren. Noch gebe es dazu aber keine Entscheidung.

Für Meta wäre eine Verschiebung des KI-Modells ein Rückschlag. Der Facebook-Konzern will in diesem Jahr über 115 Milliarden US-Dollar für die Weiterentwicklung der eigenen KI-Technik ausgeben. Trotzdem gilt die jener der Konkurrenz aktuell als unterlegen, führt die US-Zeitung weiter aus. „Wie wir bereits öffentlich gemacht haben, wird unser nächstes Modell gut sein. Aber noch wichtiger ist, dass es die rasche Entwicklung unterstreicht, in der wir uns befinden“, hat der Konzern jetzt gegenüber Reuters versichert und: „Wir freuen uns darauf, dass die Leute bald sehen können, was wir zusammengebraut haben.“ Die Verschiebung der Veröffentlichung hat der US-Konzern demnach aber noch nicht kommentiert.

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Anfang Februar hatte es noch geheißen, dass das Vortraining von Avocado erfolgreich abgeschlossen wurde. Demnach hat es die besten frei verfügbaren Basismodelle übertroffen und mit führenden fertig trainierten Modellen mithalten können. Gleichzeitig soll es deutlich effizienter gewesen sein als frühere Meta-Modelle. Die Unzufriedenheit ist also möglicherweise erst danach entstanden. Meta hatte im vergangenen Jahr schon erhebliche Probleme mit dem KI-Modell Llama 4. Die Veröffentlichung wurde damals mehrfach verschoben, das Unternehmen manipulierte Benchmarks und Entwickler zeigten sich enttäuscht von der Leistung. Meta baute daraufhin seine KI-Abteilung um.

(mho)