Analyse: Probleme der deutschen Energiewende und wie sie sich lösen ließen
Der hohe Anteil an wetterabhängiger Stromerzeugung erzeugt ungewöhnliche Probleme. Zum Glück gibt es jeweils Lösungen, die der Markt schon aufdrängt.
Wind, Sonne und thermische Kraftwerke werden noch lange unseren Strommix bestimmen. Batterien eignen sich nur für kurzfristige Verschiebungen.
(Bild: RWE)
Gleich vorweg: Die hier diskutierten Probleme haben Experten schon vor Jahrzehnten berechnet und als Problem gekennzeichnet – und zwar Experten pro und contra Energiewende. Für die meisten Menschen werden Probleme allerdings erst interessant, wenn sie sich manifestiert haben. Das ist mittlerweile der Fall, sodass wir ganz konkrete, reale Gemengelagen beleuchten können. Zum Problem gibt es zumeist bereits eine Lösung im praktischen Einsatz. Somit haben Leser pro und contra Energiewende etwas zum Verspachteln im Artikel.
Der Text beleuchtet, warum beim Zubau der letzten Jahre pro Leistungseinheit immer weniger Nettostromerzeugung herauskam (und was dagegen getan wird). Er widmet sich den vielfältigen Förderungsebenen von Wind- und Solarstrom, deren Kosten und welche Maßnahmen dagegen ergriffen werden. Dazu gehört eine kurze Betrachtung der Sonderrolle erneuerbarer Energien im Merit-Order-System der Strompreisfindung. Er widmet sich der unverzichtbaren Backup-Leistung, die bei schlechtem Stromwetter einspringt. Schon Robert Habeck wollte dafür die Gaskraftwerksleistung ausbauen. Jetzt drängt Katherina Reiche auf denselben Punkt.
- Wetterbedingte Stromerzeugung zeitigt viele Effekte, die Experten zwar schon lange wussten, Laien aber erst jetzt langsam bemerken.
- Ab bestimmter Anteile von Wind und Sonne an der Stromerzeugung sinken die nutzbaren Stromerträge pro installierter Leistungseinheit stetig.
- Die staatliche Förderung stammt noch aus einer Zeit geringer Anteile Erneuerbarer und verzerrt den Markt ungünstig.
- Gaskraftwerke waren von Anfang an als Ausfallleistung vorgesehen. Sie sind keine neue Idee von Katherina Reiche.
Es geht um Leistungsfaktoren, Kurvenflächenberechnungen (ohne Integralrechnungskenntnisse verständlich), Gleichzeitigkeitsfaktoren, Verbrauchsflexibilität und deren Grenzen, Speichertechniken, Netzkosten und bei allen Problemen zeigt sich eines deutlich: Viele Lösungen sind so naheliegend, dass sie schon im produktiven Einsatz glänzen. Die erfreulichen Fortschritte bei der Problemlösung hängen an einer Besonderheit vor allem von Solarstrom, die ihn von vielen anderen Stromerzeugungstechniken abhebt.
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