NemoClaw: Nvidia erweitert OpenClaw um Sicherheitsfunktionen
Nvidia hat NemoClaw vorgestellt, einen Open-Source-Stack, der die Nutzung von KI-Agenten auf Basis von OpenClaw einfacher und sicherer gestalten soll.
Nvidia-CEO Jensen Huang würdigte OpenClaw bei der Ankündigung als „Betriebssystem für agentische Computer“.
(Bild: gguy/Shutterstock.com)
Nvidia kündigte auf der GTC mit NemoClaw einen eigenen Open-Source-Stack an, der OpenClaw um zusätzliche Sicherheits- und Datenschutzfunktionen erweitert.
Zum Stack gehört Nvidia OpenShell, eine isolierte Laufzeitumgebung für autonome KI-Agenten, die deren Zugriff auf Daten und Systeme kontrolliert und so Sicherheits- sowie Datenschutzrisiken begrenzen soll. OpenShell ist wiederum Teil des Nvidia Agent Toolkit, das unter anderem offene Modelle, Agenten-Bausteine und Laufzeitumgebungen umfasst. NemoClaw nutzt daraus zentrale Komponenten und stellt damit einen sofort nutzbaren OpenClaw-Stack bereit.
Nvidia will mit NemoClaw nach eigenen Angaben die bislang fehlende Infrastrukturschicht unterhalb der „Claws“ bereitstellen und deren Verhalten über richtlinienbasierte Sicherheits-, Netzwerk- und Datenschutzleitplanken steuern.
Nvidia verzahnt NemoClaw mit Hardware und Partnern
Zum Stack gehören neben OpenShell auch offene KI-Modelle aus der Nemotron-Familie, die je nach verfügbarer Hardware lokal ausgeführt werden können. Damit fügt sich NemoClaw in Nvidias Hardware-Strategie ein: Autonome KI-Agenten sollen nicht nur im Rechenzentrum, sondern auch auf dedizierten lokalen Systemen laufen. Nvidia nennt dafür PCs und Laptops mit GeForce-RTX-GPUs, RTX-Pro-Workstations sowie die neuen Systeme DGX Spark und DGX Station. Zusätzlich setzt Nvidia auf einen hybriden Ansatz, bei dem offene Modelle lokal laufen und leistungsstärkere Modelle aus der Cloud genutzt werden.
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Parallel flankiert Nvidia den Stack mit einem breiten Partnernetzwerk aus Software-, Cloud- und Sicherheitsanbietern. Unternehmen wie Adobe, Atlassian, Salesforce, SAP und Siemens sollen Bausteine des Agent Toolkit in ihre eigenen Produkte integrieren, während Sicherheitsanbieter wie Cisco und CrowdStrike Schutz- und Kontrollfunktionen rund um OpenShell beisteuern. Damit ist NemoClaw auf den künftigen Unternehmenseinsatz ausgerichtet.
Teile des Stacks, etwa die OpenShell-Runtime, stehen auf Github bereit. Nvidia weist darauf hin, dass sich NemoClaw noch in einer frühen Entwicklungsphase befindet und noch nicht als produktionsreif angesehen werden sollte. Schnittstellen und das Verhalten des Systems könnten sich noch ohne Vorankündigung ändern.
(tobe)