Oppo Find N6: Foldable ohne Falte vorgestellt

Mit dem Oppo Find N6 kommt ein neues Foldable mit faltenfreiem Display auf den Markt. Kunden in Europa gucken jedoch in die Röhre.

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Oppo Find N6

(Bild: Steffen Herget / heise medien)

Lesezeit: 3 Min.

Oppo hat mit einem neu konstruierten Scharnier für das Falt-Smartphone Find N6 das erreicht, wonach die Foldable-Hersteller allesamt streben: Ein Falt-Display ohne sicht- und fühlbaren Knick. Optisch lässt sich die Falte bei manchen Inhalten und Hintergründen noch erahnen, zu fühlen ist sie allerdings nicht mehr.

Nur wenn man beim Wischen über den Bildschirm unnatürlich fest mit dem Finger drückt, kann man den Knick noch minimal ertasten. Der Hersteller nennt das „Zero-Feel Crease“. Verglichen mit anderen aktuellen Foldables ist das Oppo Find N6 in diesem Punkt einen Schritt voraus.

Das Display des Foldables misst 8,12 Zoll und stellt 2248 × 2480 Pixel dar. Die Pixeldichte beträgt 412 dpi. Der Hersteller verspricht eine Helligkeit von maximal 1800 cd/m² im Regelbetrieb, die Punkthelligkeit soll 2500 cd/m² betragen. Das LTPO-OLED bietet variable Bildraten zwischen 1 und 120 Hertz. Das Oppo Find N6 unterstützt zudem die Bedienung per Stift, einen solchen hat der Hersteller zusammen mit einer passenden Hülle für die Rückseite des Foldables direkt mit vorgestellt.

Auch beim genauen Hinsehen ist die Falte kaum zu erspähen.

(Bild: Steffen Herget / heise medien)

Auch die restliche Ausstattung kann sich sehen lassen. Auf der Vorderseite hat das Find N6 ein 6,62 Zoll OLED-Display zu bieten, das mit einer Auflösung von 2626 × 1140 Pixeln eine Pixeldichte von 431 dpi erreicht. Als Prozessor baut Oppo einen Qualcomm Snapdragon 8 Elite Gen 5 ein, der von 12 oder 16 GByte RAM flankiert wird – je nach Konfiguration. 512 GByte interner Speicher wollen mit Daten gefüllt werden, es gibt auch Varianten mit 256 GByte und 1 TByte. Ein 6000 mAh starker Silizium-Kohlenstoff-Akku sorgt für Ausdauer, die maximale Ladeleistung beträgt 80 Watt per Kabel und 50 Watt induktiv.

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Für die Kamera hat sich Oppo erneut bei Hasselblad zusammengetan und baut eine 200-Megapixel-Hauptkamera, ein 50-Megapixel-Ultraweitwinkel und ein 50-Megapixel-Dreifach-Tele ein. Für Selfies stehen zwei 20-Megapixel-Kameras bereit. Auf dem Find N6 läuft Oppos Android-Spielart ColorOS in der Version 16.0.4, die auf Android 16 aufsetzt. Die ganze Technik steckt in einem geschlossenen, knapp 9 Millimeter dünnen Gehäuse aus Titan, das nach IP58/59 geschützt ist. Das Find N6 wiegt damit nicht mehr als viele High-End-Smartphones ohne Faltmechanismus.

Oppo Find N6 mit Hasselblad-Kamera

(Bild: Steffen Herget / heise medien)

Das Ganze hat allerdings einen dicken Haken: Oppo plant derzeit nicht, das Smartphone in Europa auf den Markt zu bringen. Das Find N6 wird zunächst ausschließlich in Asien zu kaufen sein. Das ist nicht verwunderlich, schließlich reagieren die dortigen Märkte bislang deutlich aufgeschlossener auf Foldables, die hierzulande noch immer nur eine kleine Nebenrolle spielen. Wer dennoch ein Oppo Find N6 kaufen möchte, muss demnach den Weg über Importhändler gehen. Dabei sollte man hinsichtlich der Kompatibilität darauf achten, die internationale Variante und nicht das chinesische Modell zu wählen.

(sht)