Outlook-Empfängervorschläge: Microsoft entfernt Ausblendfunktion
Microsoft stellt die Contact-Masking-Funktion in Outlook ein. Zuvor ausgeblendete Empfänger erscheinen ab April 2026 wieder in den Vorschlägen.
(Bild: Pavel Ignatov/Shutterstock.com)
Microsoft stellt die Funktion „Contact Masking“ in Outlook ein. Damit konnten Nutzer bislang vorgeschlagene Empfänger in den Feldern An, Cc und Bcc per Klick auf das X neben einem Namen ausblenden. Nach dem 31. März 2026 ist damit Schluss – sämtliche zuvor ausgeblendeten Kontakte können danach wieder in Adressvorschlägen, People-Vorschlägen und der Suche auftauchen.
Wie Microsoft in einer Mitteilung im Message Center (MC1234566) erläutert, sorgte die Funktion regelmäßig für Verwirrung und Ärger beim IT-Support. Das Problem: Blendet ein Nutzer einen Empfänger aus, wirkt sich das nur auf dessen eigene Ansicht aus – andere Nutzer im selben Tenant sehen den Kontakt weiterhin. Zudem hat das Ausblenden unerwartete Auswirkungen über Outlook hinaus: Auch in MS Teams und der M365-Suche verschwinden die betreffenden Personen aus Vorschlägen, obwohl Contact Masking keine suite-weite Kontakteinstellung war.
Betroffen sind alle Outlook-Varianten – Desktop, Web und Mobile. Das klassische Outlook erwähnt Microsoft in der Ankündigung nicht explizit. Bis zum Stichtag funktioniert das Ausblenden zwar noch wie gewohnt, ab April erscheinen alle zuvor ausgeblendeten Kontakte jedoch automatisch wieder. Microsoft betont, dass die Änderung keinen Einfluss auf die AutoComplete-Liste in Outlook hat. Einträge aus der auf vergangenen E-Mails basierenden Vervollständigung können Nutzer weiterhin unabhängig davon löschen. Kontakte selbst werden weder hinzugefügt noch gelöscht oder verändert.
Eine Nachfolgefunktion zum Verwalten von Empfängervorschlägen kündigt Microsoft nicht an. Administratoren müssen keine aktiven Maßnahmen ergreifen.
Videos by heise
Alternativen für Admins
Für Unternehmen, die Empfänger gezielt aus Adresslisten fernhalten müssen, stehen weiterhin serverseitige Admin-Werkzeuge zur Verfügung. Address Book Policies (ABP) in Exchange Online ermöglichen segmentierte Ansichten der globalen Adressliste und eignen sich besonders für Multi-Company-Tenants. Über das Attribut HiddenFromAddressListsEnabled lassen sich einzelne Empfänger aus Adresslisten verbergen.
Wer Kommunikationsbeschränkungen zwischen bestimmten Nutzergruppen durchsetzen will, kann auf Information Barriers in Microsoft Purview zurückgreifen. Dieses Feature blockt oder erlaubt Kommunikation zwischen definierten Segmenten, setzt allerdings eine M365-E5-Lizenz oder ein entsprechendes Purview-Add-on voraus.
(fo)