Nach nur drei Monaten: Samsung stellt Verkauf des Galaxy Z TriFold ein

Samsung stellt den Verkauf des zweifach faltbaren Foldables Galaxy Z TriFold nur wenige Monate nach Verkaufsbeginn wieder ein.

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Samsung Galaxy Z Trifold aufgeklappt

Samsung stellt sein Trifold nur drei Monate nach Vorstellung schon wieder ein.

(Bild: Robert Way / Shutterstock.com)

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Samsung stellt den Verkauf des zweifach faltbaren Foldables Galaxy Z TriFold nur wenige Monate nach Verkaufsbeginn im Dezember 2025 wieder ein. Auch in den USA sollen nur noch die Bestandsgeräte abverkauft werden. Das bestätigte ein Samsung-Sprecher gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg.

Das koreanische Unternehmen stellt laut Sprecher zunächst den Verkauf auf seinem Heimatmarkt ein und dann, sobald die Restbestände abverkauft sind, auch das Geschäft in den USA. Dieser Schritt wurde bereits erwartet, denn seit März gibt es auf Samsungs Website keine Hinweise mehr auf künftige Nachlieferungen des zweifach faltbaren Foldables, das über zwei Scharniere verfügt und sich zu einem großen 10-Zoll-Tablet auseinanderfalten lässt. Dort heißt es nun lediglich, das TriFold sei „ausverkauft“.

Schon vor Samsungs Bestätigung hieß es aus südkoreanischen IT-Kreisen, dass das knapp 3000 US-Dollar teure Gerät eingestellt werden soll. Als Grund führte die Quelle Donga eine Kostenbelastung an. Denn Preise für Schlüsselkomponenten wie DRAM, Flash-Speicher und Prozessoren seien deutlich gestiegen, wodurch sich der Verkauf selbst bei fortgesetzter Vermarktung kaum noch rentiere. Ferner erfordere die Konstruktion eines zweifach faltbaren Bildschirms spezielle Materialien, um die mechanische Belastung an den Knickstellen zu minimieren.

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Ein Brancheninsider sagte über das Gerät: „Das Trifold war eher ein Vorzeigeprodukt, das entwickelt wurde, um die Technologie zu demonstrieren, als um mit dem Verkauf Gewinne zu erzielen.“ Samsung stellte das Gerät Ende letzten Jahres als Demonstration seiner technischen Kompetenz vor. Doch aufgrund seines hohen Preises war es von Anfang an nur für wohlhabende Early Adopters als Nischenprodukt gedacht.

In einem Interview Ende Februar am Rande der Vorstellung der Galaxy-S26-Reihe erklärte Won-Joon Choi, Chief Operating Officer von Samsungs Mobile Experience Business, gegenüber Bloomberg, das Unternehmen habe noch nicht entschieden, ob das Trifold einen Nachfolger bekommt. Dabei verwies er auf die komplexe Fertigung des Geräts. Einige Vorzüge des Geräts, wie das Breitbildformat, das sich gut für den Medienkonsum eignet, könnte Samsung in einem im Laufe dieses Jahres erwarteten neuen Foldable umsetzen. In der Regel nutzt der Konzern den Juli für die Vorstellung seiner Foldables und Smartwatches.

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(afl)