Mittwoch: FIFA-WM 2026 auch bei YouTube, Pentagon-KI mit OpenAI statt Anthropic
YouTube als FIFA-Partner + Claude-Abschied aus Pentagon + Mastercard mit Stablecoin-Firma + PayPal-Abschied von Google-Wallet + Beschwerde nach Schuldaten-Klau
(Bild: Csaba Peterdi/Shutterstock.com)
YouTube wird offizieller Partner der Fußball-Weltmeisterschaft 2026. Die FIFA erhofft sich von der Vereinbarung neue Formate und neue Zielgruppen. Denn YouTuber mit Zugang zu WM-Stadien könnten etwa Shorts mit neuen Einblicken veröffentlichen. Zudem dürfen einige Partien bei YouTube auch in voller Länge gezeigt werden. In einem der Austragungsländer der WM, den USA, ist der KI-Streit mit Anthropic eskaliert, sodass die vom Pentagon bislang favorisierten Claude & Co. langsam ersetzt werden. Die US-Regierung beginnt, KI von OpenAI über die Amazon-Cloud zu nutzen, nachdem OpenAI nach dem Bruch mit Anthropic eingesprungen ist. Derweil baut Mastercard mit der milliardenschweren Übernahme des Stablecoin-Start-ups BVNK seine Position im Bereich blockchainbasierter Zahlungsabwicklungen aus. Mastercard begründet den Kauf mit der zunehmenden regulatorischen Klarheit bezüglich digitaler Währungen in verschiedenen Regionen, was zu höherer Akzeptanz führt – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.
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Die Videoplattform YouTube und der Fußball-Weltverband FIFA haben eine strategische Zusammenarbeit für die anstehende Fußball-Weltmeisterschaft in den Vereinigten Staaten, Kanada und Mexiko geschlossen. Mit der am Dienstag verkündeten Vereinbarung wird YouTube zu einer „bevorzugten Plattform“ des Turniers. Offizielle Medienpartner und YouTuber erhalten damit nach Vorstellung der FIFA mehr Möglichkeiten und Formate, das Turniergeschehen zu präsentieren, etwa Shorts. Erstmals in der WM-Geschichte erhalten Medienpartner die Möglichkeit, die ersten zehn Minuten jedes Spiels auf ihrem YouTube-Kanal live zu zeigen, so die FIFA. Ausgewählte Partien dürfen auch in voller Länge gezeigt werden. Offen sind jedoch die Auswirkungen auf den deutschen TV-Markt bei der Fußball-WM 2026: YouTube und FIFA vereinbaren Kooperation.
Eine gescheiterte Kooperation ist der Grund, dass das US-Verteidigungsministerium erste Schritte eingeleitet hat, KI-Dienste von Anthropic aus den eigenen Prozessen wie den aktuellen Militäroperationen im Iran durch Alternativen zu ersetzen. Es ist die Folge der Eskalation im Streit um die Nutzung der KI-Technik für das US-Militär. Nach Angaben hochrangiger Pentagon-Mitarbeiter wird die Ablösung von Anthropic-Produkten wie Claude mehr als einen Monat dauern, aber man arbeitet derzeit an der Integration anderer großer Sprachmodelle. Dazu dürften KI-Dienste von OpenAI gehören, die jetzt über Amazons Cloud-Angebote auch an US-Behörden verkauft werden. Denn nachdem Anthropic sich mancher Nutzung seiner KI verweigert hatte, ist OpenAI eingesprungen: Pentagon beginnt Ablösung von Anthropic, KI-Dienste von OpenAI stehen bereit.
Dabei hatte das Pentagon Millionen in Anthropic investiert, doch die Investitionen von Mastercard in digitale Währungen sind deutlich höher. Am Dienstag gab das Unternehmen die geplante Übernahme von BVNK, einem führenden Anbieter von Stablecoin-Infrastruktur, bekannt. Der Deal hat ein Volumen von bis zu 1,8 Milliarden US-Dollar. Der Kartenanbieter vergrößert mit dem Kauf des Londoner Stablecoin-Start-ups sein Engagement im Bereich blockchainbasierter Transaktionen. Diese digitalen Zahlungssysteme sind in der Regel schneller und kostengünstiger als traditionelle Kartenzahlungen und ein schnell wachsender Markt. Der Finanzdienstleister geht davon aus, dass die Akzeptanz von Stablecoins in der gesamten Finanzbranche zunehmen wird: Mastercard übernimmt das Stablecoin-Start-up BVNK per Millardendeal.
Lokale Zahlungen könnten für manche Kunden dagegen schwieriger werden. Denn ohne großes Klimbim beendet PayPal die Unterstützung, Konten bei dem Zahlungsdienstleister mit der Google Wallet zu verknüpfen. Ab Ende März sind neue Verknüpfungen nicht mehr möglich. Wer als Sparkassen-Kunde mit Android-basierter Smartwatch kontaktlos zahlen möchte, bekommt damit bald ein Problem. Als Grund für diesen Schritt führt PayPal aus, dass Interessierte jetzt mit der PayPal-eigenen App in Läden bezahlen können. Die NFC-Funktion zum mobilen, kontaktlosen Bezahlen steht darin seit dem Mai vergangenen Jahres zur Verfügung. Allerdings ist die PayPal-App nicht für Smartwatches verfügbar. Immerhin laufen bestehende Verknüpfungen vorerst weiter, so PayPal: Verknüpfung mit Google-Wallet ab Ende März vorbei.
Zeugnisse, Anwesenheitslisten, Beurteilungen, Gesundheitsdaten – der Datensatz, den die Erpresser an über 40 rheinland-pfälzischen Schulen erbeuteten, umfasst alle Aspekte einer Schulverwaltung. Allein die Dateiliste umfasst 500 MByte und listet 2,2 Millionen Dateien von der Excel-Tabelle bis zum Video vom Schulausflug auf. Insgesamt veröffentlichten die Kriminellen Ende Januar über 2 Terabyte gestohlener Daten, viele davon höchst sensibel. Nun hat ein Betroffener mit seinem Anwalt Beschwerde bei der zuständigen Aufsichtsbehörde eingelegt. Er hatte bereits als Schüler entsprechende Sicherheitsprobleme gemeldet. Sowohl der betroffene IT-Dienstleister als auch die Stadt Speyer reagierten auf die Veröffentlichung von Terabytes an Schuldaten im Darknet: Betroffener wehrt sich mit Beschwerde.
Auch noch wichtig:
- Samsung stellt den Verkauf des zweifach faltbaren Foldables Galaxy Z TriFold nur wenige Monate nach Verkaufsbeginn wieder ein: Nach nur drei Monaten stellt Samsung Verkauf des Galaxy Z TriFold ein.
- Komfort und Dynamik gelingen der elektrischen C-Klasse ausgezeichnet. Mit hoher Ladeleistung und Reichweite addieren sie sich zu einem konkurrenzfähigen E-Auto: Wie fährt sich die elektrische C-Klasse Mercedes C EQ?
- Deutschlands größte Wirtschaftsauskunftei berechnet die Bonität von Verbrauchern ab sofort neu. Die Transparenz steigt stark, doch Probleme bleiben: Schufa führt neuen Score und neues Nutzerkonto ein.
- Nvidias nächster KI-Beschleuniger Rubin Ultra bekommt eine neue Serverplattform ohne Kabel. Bis zu 144 kommen in ein System namens Kyber-Rack: Nvidia zeigt Rubin-Ultra-Boards.
- Microsoft hat Bluetooth-Probleme nach Installation von Hotpatches in Windows 11 festgestellt. Ein ungeplanter Hotpatch korrigiert das: Microsoft liefert weiteres ungeplantes Hotpatch-Update fĂĽr Windows 11.
- Aus gesundheitlichen GrĂĽnden wird Louisa Specht-Riemenschneider das Amt der BfDI aufgeben. Sie will jedoch bis zu Nachfolgeregelung im Amt bleiben: Bundesdatenschutzbeauftragte kĂĽndigt RĂĽckzug an.
- Die Xiaomi-Marke Poco hat zwei neue Smartphone-Modelle vorgestellt. Das Poco X8 Pro Max glänzt dabei mit einem 8500-mAh-Akku: Xiaomi stellt Android-Smartphone Poco X8 Pro Max mit riesigem 8500-mAh-Akku vor.
- WhatsApp ist nun für Smartwatches von Garmin verfügbar. Es ist damit der erste und einzige verfügbare Drittanbieter-Messenger. Denn nun ist WhatsApp auch auf Smartwatches von Garmin: „Okay Garmin, Nachricht senden“.
- Gesteinsplaneten sind bislang in zwei verschiedenen Ausformungen bekannt. Nun wurde aber ein Exoplanet entdeckt, der in keine der beiden Kategorien passt: Eine neue Art von Exoplanet mit Tausende Kilometer tiefem Magmaozean gefunden.
- Es geht um DVDs, Gerichtsurteile, Festnahmen, Raubkopierer und eine verbotene Zahl. Die Geschichte hinter der ersten illegalen Primzahl und wie man solche Zahlen erstellt: Wie vor 25 Jahren eine „illegale“ Primzahl entstand.
- Es ist eine weitere Wendung im chaotischen Streit um das Survival-Spiel „Subnautica 2“. Ein Gericht lässt den entlassenen CEO nun wieder einsetzen im Streit um „Subnautica 2“: Gericht lässt entlassenen CEO wieder einsetzen.
- Gerüchten zufolge will Microsoft, anders als zunächst angekündigt, doch nicht die Copilot-KI in alle Windows-Ecken stopfen: Microsoft rudert angeblich bei KI-Plänen zurück.
(fds)