Meta zieht Stecker: Metaverse-Plattform verabschiedet sich aus der VR
Metas Metaverse-Plattform Horizon Worlds soll auf Smartphones weiterleben. Die VR-Version wird im Sommer eingestellt.
Metas Metaverse-Projekt endet auf der Plattform, auf der es begonnen hat.
(Bild: Meta)
Meta wird seine Metaverse-Plattform Horizon Worlds am 15. Juni von der Meta Quest entfernen. Die virtuellen Welten werden damit nicht mehr in Virtual Reality zugänglich sein. Stattdessen wird die Plattform künftig nur noch auf klassischen Bildschirmen verfügbar sein und über die Smartphone-App „Meta Horizon“ sowie im Web erreichbar bleiben. Teile von Horizon Worlds werden noch in diesem Monat abgeschaltet, darunter Horizon Central, das als Startbereich und zentraler Hub für die virtuellen Welten diente.
Ebenfalls betroffen ist eines der derzeit besten Features der Meta Quest: Die fotorealistischen Hyperscapes verlieren am 24. März ihre soziale Komponente. Zwar können Quest-Nutzer ihre Umgebung weiterhin scannen und das digitale Abbild nach der Verarbeitung durch Meta besuchen, sie können jedoch keine anderen VR-Nutzer mehr einladen, um sich diese gemeinsam anzusehen. Der Grund liegt darin, dass die 3D-Scans bislang als virtuelle Welten in Horizon Worlds veröffentlicht wurden und auf dessen Multiplayer-Infrastruktur basierten.
Metas neue VR-Strategie
Das Ende von Horizon Worlds auf der Meta Quest zeichnete sich schon Anfang des Jahres ab, als Meta einen radikalen Kurswechsel in seiner VR-Strategie vollzog. Damals schloss Meta viele seiner VR-Studios, entließ 1500 Angestellte der für Zukunftstechnologien verantwortlichen Reality Labs und stellte in Aussicht, dass Horizon Worlds künftig primär auf Mobilgeräte statt auf VR-Brillen zugeschnitten werde. Nun folgt die komplette Entfernung aus Metas VR-Angebot.
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Metas Technikchef Andrew Bosworth räumte im Januar ein, dass sich Meta damit übernommen habe, Horizon Worlds gleichzeitig für zwei sehr unterschiedliche Medien zu entwickeln, und dass die Nutzererfahrung auf der Meta Quest darunter gelitten habe. Der Fokus liegt jetzt auf der Verschlankung des Quest-Betriebssystems und der Entwicklung neuer Hardware. Dass zwei neue VR-Brillen in Entwicklung sind, bestätigte Meta bereits.
Auch an Horizon Worlds will Meta weiterarbeiten, vorerst jedoch nur auf Smartphones, wo die potenzielle Zielgruppe deutlich größer ist. Meta hofft hier, etablierten Metaverse-Plattformen wie „Roblox“ und „Fortnite“ Marktanteile abnehmen zu können. Dafür setzt das Unternehmen auf die im September vorgestellte Horizon Engine sowie auf KI-Werkzeuge, die die Entwicklung für Horizon Worlds vereinfachen sollen.
(tobe)