Asteroidensonde Hera der ESA absolviert größtes Manöver auf dem Weg zu Didymos

Hera soll bei Didymos und seinem Begleiter Dimorphos ermitteln, welche Folgen der Einschlag der Dart-Sonde hatte. Jetzt hat die ESA-Sonde final Kurs gesetzt.

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Künstlerische Darstellung von Hera, zwei mitgeführten Cubesats und einem Asteroiden

(Bild: ESA)

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This article is also available in English. It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Die europäische Weltraumsonde Hera hat mit einer Reihe von Manövern ihren Kurs geändert und ist jetzt auf dem Kurs zu den Doppelasteroiden Didymos und Dimorphos, den ersten Himmelskörpern, deren Orbit die Menschheit gezielt verändert hat. Das hat die Europäische Weltraumagentur ESA mitgeteilt und erklärt, dass die Kurskorrektur in Bezug auf den dabei verbrauchten Treibstoff die zweite und größte der gesamten Mission war. Bei insgesamt drei großen und einem kleineren Schub wurden insgesamt 123 kg an Hydrazin verbraucht und die Geschwindigkeit der Sonde um 367 m/s verändert, das entspricht der Beschleunigung eines unbewegten Objekts auf Überschallgeschwindigkeit. Im November soll die Sonde die beiden Asteroiden erreichen.

Poster zur Hera-Mission

(Bild: ESA)

Hera ist im Herbst 2024 gestartet und seitdem auf dem Weg zu ihren Asteroiden. Sie soll vor Ort untersuchen, welche Folgen der Einschlag der NASA-Sonde Dart auf Dimorphos genau gehabt hat. Weil die Sonde selbst dabei zerstört wurde, konnten der Asteroidenmond und sein Asteroid danach nur aus der Ferne untersucht werden. Trotzdem wissen wir bereits, dass der gezielte Einschlag der Sonde nicht nur die Bahn der beiden Himmelskörper umeinander verändert hat, sondern auch ihren Sonnenorbit. Hera soll nun deutlich tiefere Einblicke in die Folgen des Experiments ermöglichen und die Asteroiden dafür intensiv erforschen.

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Dart (Double Asteroid Redirection Test) war am 27. September 2022 um 01:14 Uhr MESZ in den Asteroidenmond Dimorphos gerast. Mit dem Experiment sollte ausprobiert werden, ob sich solch eine gezielte Bahnänderung als Methode eignet, um potenziell gefährliche Asteroiden von einem Kollisionskurs mit der Erde abzulenken. Hera soll im Oktober mit einer Reihe von Triebwerksschüben beginnen, um in eine Bahn um die Asteroiden einzuschwenken. Dafür muss sie aktiv nach den Himmelskörpern suchen, weil sie viel kleiner und dunkler sind als die üblichen Zielobjekte von Weltraumsonden. Die Ankunft wird insgesamt etwa drei Wochen dauern. Für diese Änderung der Aktivitäten wurde bereits neue Software zur Sonde geschickt, damit sie dann auch bei den beiden Asteroiden sicher unterwegs ist.

(mho)