RWTH baut Testzentrum fĂĽr Drohnen in Aldenhoven
Bisher arbeiten die Wissenschaftler im Drohnentestzentrum in Aldenhoven. Am Dienstag erfolgte der erste Spatenstich für den Bau von festen Gebäuden.
(Bild: Dmitry Kalinovsky / Shutterstock.com)
Die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule (RWTH) in Aachen eröffnet ein Testgelände für Drohnen. Im Center for Vertical Mobility (CVM) sollen künftig unbemannte Luftfahrzeuge sowie Technologien, vor allem im Bereich Sicherheit, erprobt werden.
Getestet werden zum einen Drohnen selbst, zum anderen aber auch Systeme, um diese gegen Störungen durch Jamming und Spoofing abzusichern. Zudem werden Szenarien durchgespielt, etwa wie Drohnen Rettungskräfte bei Hochwasserkatastrophen oder der Suche nach vermissten Personen unterstützen können.
Ein Forschungsschwerpunkt sei die Sicherheit: „Die Luftfahrzeuge müssen funktionieren, auch wenn – unabsichtliche oder vorsätzliche – Störungen auftreten“, sagte Dieter Moormann, Leiter des Instituts für Flugsystemdynamik der RWTH. „Es geht eben nicht nur um den Bau der Fluggeräte, sondern auch um die Anwendung im realen Umfeld, in dem es auch zu Störungen kommen kann.“
Seit 2022 wird getestet
Derzeit besteht die Anlage in Aldenhoven, etwa 25 Kilometer nordöstlich von Aachen, aus einer Pop-Up-Infrastruktur mit Containern, in der der wissenschaftliche Betrieb bereits seit Mai 2022 läuft. Am Dienstag gab es den Spatenstich für den Bau einer festen Infrastruktur. Gefördert wird das Projekt vom Land Nordrhein-Westfalen.
Herzstück des CVM wird das Flight Operation Center, von dem aus der gesamte Flugbetrieb gesteuert und überwacht wird. Auf dem Gelände werden zudem eine Start- und Landefläche, ein sogenannter Vertiport, sowie mehrere Hallen gebaut. Darunter sind ein Hangar sowie eine Prüfhalle, in der beispielsweise die elektromagnetische Verträglichkeit der Systeme getestet werden kann.
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Das CVM entsteht in unmittelbarer Nähe zum Aldenhoven Testing Center, einer Autoteststrecke, auf der auch autonomes Fahren erprobt wird. Die räumliche Nähe ist beabsichtigt: Am CVM soll „verkehrsträgerübergreifende vernetzte automatisierte Mobilität“ erprobt werden. Gemeint ist, „dass die im CVM gewonnenen Erkenntnisse nicht nur für die automatisierte Luftfahrt, sondern ebenso für das automatisierte Fahren, egal ob auf Straße oder Schiene, eine Relevanz haben werden“, teilte die RWTH mit.
(wpl)