Microsoft arbeitet an "Medical Superintelligence"

Microsoft startet mit Copilot Health einen KI-Assistenten, der möglichst alle Gesundheitsdaten bündelt und analysiert – zunächst in den USA.

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Röntgenaufnahme von einem Fuß, Rezepte und andere Dateien und Vitaldaten in einem Werbevideo von Microsoft.

Mit Microsoft Copilot Health sollen alle Gesundheitsdaten gebündelt und erklärt werden, um Kunden auf den Arztbesuch vorzubereiten.

(Bild: Microsoft)

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Microsoft hat mit „Copilot Health“ einen eigens für Gesundheitsfragen konzipierten KI‑Assistenten vorgestellt, der persönliche Gesundheitsdaten aus Wearables, Arztakten und Laboren in einer zentralen, sicheren Umgebung bündelt und nutzerfreundlich aufbereitet. Der Dienst läuft zunächst in den USA und ist als ergänzende Informationsquelle für Patientinnen und Patienten gedacht, nicht als Medizinprodukt oder Ersatz für ärztliche Konsultationen. Der Dienst ist in den USA für diejenigen verfügbar, die über 18 Jahre alt sind und sich für einen Test anmelden.

Über Schieberegler können Nutzerinnen und Nutzer festlegen, welche Gesundheitsdaten sie Microsoft anvertrauen.

(Bild: Microsoft)

Copilot Health soll laut Microsoft Daten aus über 50 Wearable‑Plattformen aggregieren, zum Beispiel Apple Health, Fitbit und dem Oura‑Ring sowie klinische Informationen aus einem Netzwerk von mehr als 50.000 Gesundheitseinrichtungen in den USA über die Plattform HealthEx. Aus diesen Daten will das System Aktivität, Schlaf, Vitalwerte oder Laborergebnisse bewerten und sie so visualisieren, dass Nutzer einen besseren Überblick über ihren Gesundheitsstatus erhalten.

Microsoft betont ausdrücklich, dass Copilot Health keine Diagnosen stelle und keine Therapieempfehlungen ausspreiche. Es soll Nutzerinnen und Nutzern helfen, Symptome einzuordnen, Laborwerte zu verstehen und gezielte Fragen für Arzttermine vorzubereiten, damit die Arztgespräche effizienter verlaufen.

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Gesundheitsbezogene Chats in Copilot Health sollen in einem separaten, abgeschirmten Bereich laufen, der von der allgemeinen Copilot‑Nutzung getrennt ist. Details dazu und zu Sicherheitsvorkehrungen bei der Datenübermittlung lässt Microsoft offen. Die Gesundheitsdaten würden nicht zur Verbesserung der KI‑Modelle verwendet.

Zur Beantwortung medizinischer Fragen nutzt Copilot Health Inhalte von Gesundheitsorganisationen aus rund 50 Ländern. Die klinische Sicherheit wurde von einem externen Gremium mit über 230 Ärztinnen und Ärzten aus mehr als 24 Ländern begleitet. Damit konkurriert Microsoft mit ähnlichen KI‑Angeboten wie ChatGPT Health von OpenAI, deren Schwächen kürzlich eine Studie offenbarte. Wann und ob Copilot Health auch in Deutschland verfügbar sein wird, ist noch unklar.

(mack)