Spritpreise: BundeslÀnder fordern Reiche zum Handeln auf

Angesichts hoher Spritpreise fordern die BundeslĂ€nder Wirtschaftsministerin Reiche zum Handeln auf. Es geht um Übergewinne und Entlastungen.

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Zapfpistolen an einer Tankstelle

(Bild: ThePowerPlant / Shutterstock.com)

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  • dpa

Niedersachsen und andere BundeslĂ€nder wollen angesichts der hohen Spritpreise Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) auf einer Sonder-Energieministerkonferenz zum Gegensteuern auffordern. Die Mineralölkonzerne zockten die BĂŒrger mit Extraprofiten ab, sagte der niedersĂ€chsische Energieminister Christian Meyer (GrĂŒne). Reiche aber „zucke nur die Achseln“ und lasse „die Menschen mit der fossilen Inflation im Stich“. FĂŒr den 27. MĂ€rz lĂ€dt Niedersachsen daher zu einem Sondertreffen der Energieminister der LĂ€nder mit Reiche nach Berlin ein. Dabei solle es auch um die Zukunft der Energiewende gehen.

Mehrere BundeslĂ€nder hĂ€tten ihn dazu aufgefordert – „angesichts der fossilen Preistreiberei und der stĂ€ndigen neuen VorschlĂ€ge aus dem Hause von Bundesministerin Reiche zum Stopp des Ausbaus der Erneuerbaren, von Wasserstoff, der WĂ€rmewende, der Netze, den Batteriespeichern und der ElektromobilitĂ€t“, sagte Meyer. Bundeswirtschaftsministerin Reiche solle bei diesem Treffen berichten, wie die Verbraucher wirksam entlastet werden könnten.

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Nur einmal am Tag die Benzin- und Dieselpreise anheben zu dĂŒrfen, wie von Reiche geplant, sei keine nachhaltige Lösung, sagte Meyer. Niedersachsen fordere daher zusammen mit anderen BundeslĂ€ndern, die Übergewinne der Mineralölkonzerne unverzĂŒglich abzuschöpfen und vollstĂ€ndig an die BĂŒrger zurĂŒckzugeben. DafĂŒr biete sich eine Senkung der Stromsteuer fĂŒr alle an. „Eine Senkung um zwei Cent wĂ€re schnell wirksam, wĂŒrde einen Durchschnittshaushalt um 100 Euro entlasten und sollte dauerhaft erfolgen, um die Stromkosten zu senken“, forderte der GrĂŒnen-Politiker aus Niedersachsen.

(mfz)